WIAP Presse · Fachartikel und Pressemitteilungen · MEMV® Metall entspannen mit Vibration
Fachartikel von Karl-Heinz Smuda, Texter
Safenwil, Schweiz – Mit der Entspannung von zusammengeschweissten Metallteilen können Unternehmen mehrere Millionen Kilowatt kostbarer Energie einsparen, Zeit gewinnen, Geld sparen und die Umwelt schonen. Der Vorgang dauert 30 Minuten bei Metallen, vor allem im Maschinen- und Anlagenbau.
Geschweisste Nähte stehen unter Druck. Das Entspannungsverfahren wird nunmehr vor Ort erledigt. Damit kann sich die Zahl der gefährlichen Schwertransporte auf den Autobahnen reduzieren. Bislang erhitzt man Werkstücke glühend heiss bei Temperaturen um die 750 Grad Celsius. Schweizer Hochschulen halten das in ihren Lehrplänen wegen des hohen Energieverbrauchs für unökonomisch und unökologisch.
Immens können für Unternehmen die Kosten für die Entspannung ihrer Anlagen sein. Gewaltige, aufwendig demontierte Teile von Grossanlagen werden regelmässig über weite Strecken mit erheblichem logistischem Aufwand zu leistungsfähigen Glühöfen bewegt. Das belastet die Umwelt. Ein weiteres Problem stellt das Aussterben der Glühereien dar. Denn die Anzahl der Giessereien nimmt ab: Dort werden die Werkstücke hergestellt und geschweisst. Die notwendige Entspannung durch Vibrieren ist allein aus strukturellen Gründen eine zukunftsweisende Alternative.
10 Tonnen schwere, aneinandergefügte Metallteile können in 30 Minuten entspannt sein. Um 2 Tonnen Erregerenergie zu übertragen, wird ein Motor mit dem Verbrauch von 1,1 Kilowatt eingesetzt. Geeignet ist das Gerät für Werkstücke bis zu einem Gewicht von 20 Tonnen.
Mechanik macht nicht-elastische Körper schwingfähig. Man setzt sie zumeist mittel- bis höherfrequenten, niederamplitudigen Schwingungen aus. So entweicht Druck aus den Randzonen der Nähte.
Die Bezeichnung des Gerätes der WIAP AG lautet: «WIAP® LC 20-C, VDSF® Metallentspannungsanlage Stufe 1 Simplex».