Die wichtigsten Werte für Montage, Werkstatt und die Ausbildung unserer Lernenden in 27 Kapiteln, übersichtlich und jederzeit auf dem Handy abrufbar. Mit Passungs- und Drehzahlrechner.
Gilt für Masse ohne eigene Toleranzangabe. Auf der Zeichnung z. B. «ISO 2768-m». Werte in mm (±).
Toleranzklasse
0,5 bis 3
über 3 bis 6
über 6 bis 30
über 30 bis 120
über 120 bis 400
über 400 bis 1000
über 1000 bis 2000
über 2000 bis 4000
f (fein)
0,05
0,05
0,1
0,15
0,2
0,3
0,5
–
m (mittel)
0,1
0,1
0,2
0,3
0,5
0,8
1,2
2
c (grob)
0,2
0,3
0,5
0,8
1,2
2
3
4
v (sehr grob)
–
0,5
1
1,5
2,5
4
6
8
Rauheit: Rauheitsklassen und Mittenrauwert Ra
Rauheitsklasse
Ra in µm
Typische Bearbeitung
N12
50
Schruppen, Brennschneiden
N11
25
Sägen, grobes Schruppen
N10
12,5
Schruppdrehen, Bohren
N9
6,3
Drehen, Fräsen, Bohren
N8
3,2
Schlichtdrehen, Schlichtfräsen
N7
1,6
Feindrehen, Reiben, Schleifen
N6
0,8
Feinschlichten, Schleifen
N5
0,4
Feinschleifen
N4
0,2
Honen, Läppen
N3
0,1
Läppen, Polieren
N2
0,05
Superfinish
N1
0,025
Superfinish, Polieren
Faustregel: Rz ist etwa 4- bis 7-mal grösser als Ra.
Werkstückkanten (ISO 13715)
Angabe
Bedeutung
+0,3
Grat oder Übergang nach aussen bis 0,3 mm zulässig
−0,3
Abtrag bis 0,3 mm verlangt (Fase oder Rundung), gratfrei
±0,05
Scharfkantig: Abweichung höchstens 0,05 mm nach aussen oder innen
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Häufige Werkstoffe im Maschinenbau. Festigkeitswerte sind Richtwerte und hängen von Abmessung und Zustand ab.
Kurzname
Werkstoff-Nr.
Alte Bezeichnung
Gruppe
Zugfestigkeit Rm N/mm²
Typische Anwendung
S235JR
1.0038
St 37-2
Baustahl
360–510
Schweisskonstruktionen, Gestelle, Bleche
S355J2
1.0577
St 52-3
Baustahl
470–630
Hoch belastete Schweissteile, Maschinenrahmen
C45
1.0503
C45
Vergütungsstahl
ca. 650 (normalgeglüht)
Wellen, Bolzen, Zahnräder
42CrMo4
1.7225
42CrMo4
Vergütungsstahl
900–1100 (vergütet)
Hoch belastete Wellen, Spindeln, Schrauben
16MnCr5
1.7131
16MnCr5
Einsatzstahl
–
Zahnräder, Nocken, Bolzen (einsatzgehärtet)
11SMnPb30
1.0718
9SMnPb28
Automatenstahl
ca. 400–600
Drehteile in Serie
100Cr6
1.3505
100Cr6
Wälzlagerstahl
–
Lagerringe, Führungen, Messzeug
X153CrMoV12
1.2379
–
Kaltarbeitsstahl
–
Schneid- und Stanzwerkzeuge
90MnCrV8
1.2842
–
Kaltarbeitsstahl
–
Werkzeuge, Lehren, Messer
X5CrNi18-10
1.4301
V2A
Rostfreier Stahl
500–700
Allgemein rostfrei, Lebensmittelbereich
X2CrNiMo17-12-2
1.4404
V4A
Rostfreier Stahl
500–700
Chemie, Meerwasser, säurebeständig
X8CrNiS18-9
1.4305
V2A Automat
Rostfreier Stahl
500–750
Rostfreie Drehteile
EN-GJL-250
0.6025
GG 25
Grauguss
250
Maschinenbetten, Gehäuse
EN-GJS-400-15
0.7040
GGG 40
Sphäroguss
400
Gehäuse, Hebel, belastete Gussteile
EN AW-6082
3.2315
AlMgSi1
Aluminium
ca. 310 (T6)
Profile, Platten, allgemeiner Maschinenbau
EN AW-5083
3.3547
AlMg4,5Mn
Aluminium
ca. 275
Platten, Vorrichtungen, gut schweissbar
EN AW-2007
3.1645
AlCuMgPb
Aluminium
ca. 370
Automaten-Drehteile
CuZn39Pb3
CW614N
Ms 58
Messing
ca. 360–500
Drehteile, Armaturen
Härtevergleich (Richtwerte für Stahl)
HRC
HV
HB
Zugfestigkeit Rm ca. N/mm²
20
238
226
770
25
266
253
860
30
302
286
970
35
345
327
1110
40
392
372
1260
45
446
421
1430
50
513
–
1640
55
595
–
–
60
697
–
–
65
832
–
–
Umrechnungen zwischen Härteskalen sind immer nur Näherungen.
Dichte
Werkstoff
Dichte kg/dm³
Stahl
7,85
Rostfreier Stahl
7,9
Grauguss
7,2
Aluminium
2,7
Titan
4,5
Kupfer
8,96
Messing
8,5
Bronze
8,8
Masse = Volumen × Dichte. Beispiel: Stahlrundstab Ø 50 × 1000 mm = 1,963 dm³ × 7,85 = 15,4 kg.
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Mit einer Härtemessung kann man herausfinden, um welchen Werkstoff es sich handelt (z. B. S235 oder S355, welches Aluminium) oder ob ein Teil gehärtet ist. Das ist bei Reparaturen und Umbauten oft sehr wertvoll.
Merksatz: Je kleiner der Eindruck, desto härter der Werkstoff. Faustregel für Stahl: Zugfestigkeit Rm ≈ 3,45 × Brinellhärte (z. B. 140 HB → ca. 480 N/mm²).
Die Messverfahren kurz erklärt
Verfahren
Prüfkörper
Was wird gemessen
Gut für
Brinell (HBW)
Hartmetallkugel (meist Ø 10, 5, 2,5 oder 1 mm)
Durchmesser des Eindrucks
Weiche bis mittelharte Werkstoffe: Baustahl, Guss, Aluminium, Messing. Auch mit einer Presse in der Werkstatt möglich
Vickers (HV)
Diamant-Pyramide 136°
Diagonalen des Eindrucks
Alle Werkstoffe, auch sehr hart und dünne Schichten; im Labor
HRC: gehärteter Stahl (20 bis 70 HRC). HRB: weicher Stahl und Buntmetall
Leeb (HL, «LB»)
Schlagkörper mit Hartmetallkugel, wird auf das Teil geschossen
Rückprallgeschwindigkeit
Tragbares Gerät, schnell, auch an grossen Teilen und an der Maschine; rechnet in HB, HV, HRC um
Umrechnungen zwischen den Verfahren sind nur Näherungen (siehe Kapitel Werkstoffe, Härtevergleich).
Brinell mit der Presse: Rechner
Kugel auf das Teil legen, mit der Presse die gewählte Last aufbringen und ca. 10 bis 15 Sekunden halten. Dann den Eindruck-Durchmesser mit der Messlupe zweimal um 90° versetzt messen und den Mittelwert eingeben.
Formel (Norm ISO 6506): HBW = 0,102 × 2 F / (π × D × (D − √(D² − d²))) mit F in N, D und d in mm. 1 t = 1000 kp = 9807 N.
WIAP-Praxis (Werkstatt-Methode mit der Presse): • Als Prüfkugel kann eine gehärtete Kugellagerkugel dienen, z. B. Ø 11,1 mm (7/16 Zoll) oder Ø 5,6 mm. • Last mit der Presse aufbringen, z. B. 1000 kp. • Eindruck an 2 Stellen um 90° versetzt messen (d1 und d2): So erkennt man auch, ob der Eindruck oval ist. • Beispiel Flachstahl S355: Kugel 11,1 mm, 1000 kp, d1 = d2 = 3,2 mm → 122 HB. Für Vergleiche immer die gleiche Kugel und die gleiche Last verwenden. Werte mit Werkstatt-Kugel und kleiner Last können vom genormten Wert (Hartmetallkugel 10 mm, 3000 kp) etwas abweichen. Stahlkugeln nur bis ca. 450 HB verwenden, bei härteren Teilen verformt sich die Kugel.
Tabelle für Kugel Ø 10 mm
Eindruck d mm
1 t (1000 kp) HBW
2 t (2000 kp) HBW
3 t (3000 kp) HBW
2,4
218
436
654
2,6
185
370
555
2,8
159
318
478
3,0
138
277
415
3,2
121
242
363
3,4
107
214
321
3,6
95
190
285
3,8
85
170
255
4,0
76
153
229
4,2
69
138
207
4,4
62
125
187
4,6
57
114
170
4,8
52
104
156
5,0
48
95
143
5,2
44
87
131
5,4
40
80
121
5,6
37
74
111
5,8
34
69
103
6,0
32
64
96
Nach Norm: 3 t (3000 kp) für Stahl und Guss, 1 t (1000 kp) für Aluminium-Legierungen und Kupfer. Gültig ist die Messung, wenn d zwischen 2,4 und 6,0 mm liegt.
Welcher Werkstoff hat welche Härte? (Richtwerte)
Werkstoff
Brinellhärte HB ca.
Reinaluminium (weich)
20 bis 30
Aluminium EN AW-5083
ca. 75
Aluminium EN AW-6082 T6 (AlMgSi1)
ca. 90 bis 100
Aluminium EN AW-2007 (Automaten)
ca. 100 bis 115
Aluminium EN AW-7075 T6
ca. 140 bis 150
Messing CuZn39Pb3 (Ms 58)
ca. 90 bis 140
Baustahl S235JR
ca. 105 bis 145
Baustahl S355J2
ca. 140 bis 180
C45 normalgeglüht
ca. 180 bis 210
42CrMo4 vergütet
ca. 270 bis 330
Grauguss EN-GJL-250 (GG 25)
ca. 180 bis 250
Sphäroguss EN-GJS-400 (GGG 40)
ca. 130 bis 180
Rostfrei 1.4301 (V2A)
ca. 150 bis 200
Tipps für eine gute Messung
Regel
Warum
Fläche blank schleifen und eben
Zunder, Farbe und Rost verfälschen das Ergebnis
Teil dick genug (mindestens ca. 8-mal die Eindrucktiefe)
Sonst drückt die Kugel durch und misst die Unterlage mit
Abstand zum Rand mind. 2,5 × d, zwischen zwei Eindrücken mind. 3 × d
Sonst verformt sich das Material seitlich
Last ruhig aufbringen und halten
Schläge oder zu kurze Haltezeit ergeben falsche Werte
Manometer der Presse prüfen
Die Last muss stimmen: 10 % zu viel Last gibt deutlich andere Werte
Mehrere Messungen machen
Mittelwert nehmen, Ausreisser weglassen
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Werte nach ISO 286, in Mikrometer (µm). 1 µm = 0,001 mm.
Passungsrechner
Die häufigsten Passungen
Passung
Art
Anwendung (Beispiele)
H7/p6
Presspassung
Teile werden aufgepresst oder warm aufgezogen: Buchsen, Zahnkränze, Lagerbuchsen
H7/n6
Übergangspassung, fest
Nur mit Presse fügbar: Kupplungen, Zahnräder auf Wellen
H7/m6
Übergangspassung
Mit Hammer fügbar: Riemenscheiben, Zahnräder, Passstifte
H7/k6
Übergangspassung, leicht
Mit leichten Schlägen fügbar: Kupplungen, Wälzlager-Innenringe
H7/h6
Gleitpassung
Von Hand verschiebbar, geschmiert: Zentrierungen, Wechselräder, Stellringe
H7/g6
Enge Spielpassung
Gleitet ohne merkliches Spiel: verschiebbare Räder, Präzisions-Gleitlager
H7/f7
Laufpassung
Merkliches Spiel: Gleitlager, Kolben, Schieber
H8/e8
Weite Laufpassung
Grösseres Spiel: Lager mit grossem Abstand, mehrfach gelagerte Wellen
H11/h11
Grobe Spielpassung
Für einfache Teile: Bolzen, Hebel, Distanzbuchsen
Grenzabmasse für Bohrungen und Wellen (µm)
Oben: oberes Abmass (blau), unten: unteres Abmass (rot). Beispiel: Welle Ø 40 g6 = −9 / −25 µm, also 39,991 bis 39,975 mm.
Nennmass mm
H7
H8
H11
e8
f7
g6
h6
h9
h11
js6
k6
m6
n6
p6
bis 3
+100
+140
+600
−14−28
−6−16
−2−8
0−6
0−25
0−60
+3−3
+60
+8+2
+10+4
+12+6
über 3 bis 6
+120
+180
+750
−20−38
−10−22
−4−12
0−8
0−30
0−75
+4−4
+9+1
+12+4
+16+8
+20+12
über 6 bis 10
+150
+220
+900
−25−47
−13−28
−5−14
0−9
0−36
0−90
+4.5−4.5
+10+1
+15+6
+19+10
+24+15
über 10 bis 18
+180
+270
+1100
−32−59
−16−34
−6−17
0−11
0−43
0−110
+5.5−5.5
+12+1
+18+7
+23+12
+29+18
über 18 bis 30
+210
+330
+1300
−40−73
−20−41
−7−20
0−13
0−52
0−130
+6.5−6.5
+15+2
+21+8
+28+15
+35+22
über 30 bis 50
+250
+390
+1600
−50−89
−25−50
−9−25
0−16
0−62
0−160
+8−8
+18+2
+25+9
+33+17
+42+26
über 50 bis 80
+300
+460
+1900
−60−106
−30−60
−10−29
0−19
0−74
0−190
+9.5−9.5
+21+2
+30+11
+39+20
+51+32
über 80 bis 120
+350
+540
+2200
−72−126
−36−71
−12−34
0−22
0−87
0−220
+11−11
+25+3
+35+13
+45+23
+59+37
über 120 bis 180
+400
+630
+2500
−85−148
−43−83
−14−39
0−25
0−100
0−250
+12.5−12.5
+28+3
+40+15
+52+27
+68+43
über 180 bis 250
+460
+720
+2900
−100−172
−50−96
−15−44
0−29
0−115
0−290
+14.5−14.5
+33+4
+46+17
+60+31
+79+50
über 250 bis 315
+520
+810
+3200
−110−191
−56−108
−17−49
0−32
0−130
0−320
+16−16
+36+4
+52+20
+66+34
+88+56
über 315 bis 400
+570
+890
+3600
−125−214
−62−119
−18−54
0−36
0−140
0−360
+18−18
+40+4
+57+21
+73+37
+98+62
über 400 bis 500
+630
+970
+4000
−135−232
−68−131
−20−60
0−40
0−155
0−400
+20−20
+45+5
+63+23
+80+40
+108+68
Grundtoleranzen IT5 bis IT11 (µm)
Nennmass mm
IT5
IT6
IT7
IT8
IT9
IT10
IT11
bis 3
4
6
10
14
25
40
60
über 3 bis 6
5
8
12
18
30
48
75
über 6 bis 10
6
9
15
22
36
58
90
über 10 bis 18
8
11
18
27
43
70
110
über 18 bis 30
9
13
21
33
52
84
130
über 30 bis 50
11
16
25
39
62
100
160
über 50 bis 80
13
19
30
46
74
120
190
über 80 bis 120
15
22
35
54
87
140
220
über 120 bis 180
18
25
40
63
100
160
250
über 180 bis 250
20
29
46
72
115
185
290
über 250 bis 315
23
32
52
81
130
210
320
über 315 bis 400
25
36
57
89
140
230
360
über 400 bis 500
27
40
63
97
155
250
400
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Kernloch-Bohrer = Nenndurchmesser minus Steigung. Schlüsselweiten nach ISO; bei älteren DIN-Schrauben: M10 = SW 17, M12 = SW 19, M14 = SW 22.
Metrisches Feingewinde
Feingewinde
Steigung mm
Kernloch-Bohrer mm
M8 × 1
1
7
M10 × 1
1
9
M10 × 1,25
1,25
8,75
M12 × 1,5
1,5
10,5
M14 × 1,5
1,5
12,5
M16 × 1,5
1,5
14,5
M20 × 1,5
1,5
18,5
M24 × 2
2
22
M30 × 2
2
28
Rohrgewinde (ISO 228, zylindrisch)
Gewinde
Gänge pro Zoll
Aussendurchmesser mm
Kernloch-Bohrer mm
G 1/8
28
9,728
8,8
G 1/4
19
13,157
11,8
G 3/8
19
16,662
15,25
G 1/2
14
20,955
19
G 3/4
14
26,441
24,5
G 1
11
33,249
30,75
G 1 1/4
11
41,91
39,5
G 1 1/2
11
47,803
45,25
G 2
11
59,614
57
Trapezgewinde (ISO 2904)
Gewinde
Steigung mm
Kernloch Mutter mm (d − P)
Tr 10 × 2
2
8
Tr 12 × 3
3
9
Tr 14 × 3
3
11
Tr 16 × 4
4
12
Tr 20 × 4
4
16
Tr 24 × 5
5
19
Tr 28 × 5
5
23
Tr 32 × 6
6
26
Tr 36 × 6
6
30
Tr 40 × 7
7
33
Zollgewinde (für ältere und amerikanische / englische Maschinen)
Merksatz: 1 Zoll = 25,4 mm. Zollgewinde werden in Gängen pro Zoll angegeben: Steigung = 25,4 / Gänge. Achtung: UNC und UNF haben 60° Flankenwinkel (wie metrisch), Whitworth (BSW) hat 55°. Nie mischen, auch wenn die Gangzahl gleich ist!
UNC – Unified Grobgewinde (USA, 60°)
Grösse
Aussen-Ø mm
Gänge pro Zoll
Steigung mm
Kernloch-Bohrer mm
1/4"
6,35
20
1,270
5,1
5/16"
7,94
18
1,411
6,6
3/8"
9,52
16
1,587
8
7/16"
11,11
14
1,814
9,4
1/2"
12,70
13
1,954
10,8
9/16"
14,29
12
2,117
12,2
5/8"
15,88
11
2,309
13,5
3/4"
19,05
10
2,540
16,5
7/8"
22,22
9
2,822
19,5
1"
25,40
8
3,175
22,25
1 1/8"
28,57
7
3,629
25
1 1/4"
31,75
7
3,629
28
1 1/2"
38,10
6
4,233
34
UNF – Unified Feingewinde (USA, 60°)
Grösse
Aussen-Ø mm
Gänge pro Zoll
Steigung mm
Kernloch-Bohrer mm
1/4"
6,35
28
0,907
5,5
5/16"
7,94
24
1,058
6,9
3/8"
9,52
24
1,058
8,5
7/16"
11,11
20
1,270
9,9
1/2"
12,70
20
1,270
11,5
9/16"
14,29
18
1,411
12,9
5/8"
15,88
18
1,411
14,5
3/4"
19,05
16
1,587
17,5
7/8"
22,22
14
1,814
20,4
1"
25,40
12
2,117
23,25
BSW – Whitworth-Gewinde (England, 55°)
Grösse
Aussen-Ø mm
Gänge pro Zoll
Steigung mm
Kernloch-Bohrer mm
1/4"
6,35
20
1,270
5,1
5/16"
7,94
18
1,411
6,5
3/8"
9,52
16
1,587
7,9
7/16"
11,11
14
1,814
9,3
1/2"
12,70
12
2,117
10,5
5/8"
15,88
11
2,309
13,5
3/4"
19,05
10
2,540
16,25
7/8"
22,22
9
2,822
19,25
1"
25,40
8
3,175
22
Rohrgewinde G (zylindrisch) siehe oben. Bei Rohrgewinde R (kegelig) ist die Gangzahl gleich wie bei G. Kernloch-Bohrer sind übliche Werkstattwerte.
Anziehdrehmomente und Vorspannkraft (Richtwerte)
Wichtig: Geschmierte Schrauben brauchen weniger Drehmoment für die gleiche Klemmkraft. Wer eine geschmierte Schraube mit dem Wert für «ungeschmiert» anzieht, überdehnt sie oder reisst sie ab! Vorspannkraft = die Kraft, mit der die angezogene Schraube die Teile zusammendrückt (Klemmkraft).
Ungeschmiert (trocken, blank oder brüniert) · Reibungszahl µ ≈ 0,14
Gewinde
8.8
10.9
12.9
Anziehmoment Nm
Vorspannkraft kN
Anziehmoment Nm
Vorspannkraft kN
Anziehmoment Nm
Vorspannkraft kN
M4
3,5
4,3≈ 440 kg
5,1
6,3≈ 640 kg
5,9
7,4≈ 750 kg
M5
6,8
7≈ 710 kg
9,9
10≈ 1’000 kg
12
12≈ 1’200 kg
M6
12
9,9≈ 1’000 kg
17
15≈ 1’500 kg
20
17≈ 1’700 kg
M8
28
18≈ 1’800 kg
41
27≈ 2’700 kg
48
31≈ 3’200 kg
M10
55
29≈ 2’900 kg
81
42≈ 4’300 kg
95
50≈ 5’100 kg
M12
95
42≈ 4’300 kg
140
62≈ 6’300 kg
165
72≈ 7’400 kg
M14
150
58≈ 5’900 kg
220
85≈ 8’600 kg
260
99≈ 10’100 kg
M16
235
79≈ 8’000 kg
345
116≈ 11’800 kg
400
136≈ 13’800 kg
M20
470
127≈ 13’000 kg
670
181≈ 18’500 kg
785
212≈ 21’600 kg
M24
815
183≈ 18’700 kg
1’160
261≈ 26’600 kg
1’360
305≈ 31’100 kg
M27
1’200
240≈ 24’500 kg
1’710
342≈ 34’900 kg
2’000
401≈ 40’800 kg
M30
1’630
292≈ 29’800 kg
2’320
417≈ 42’500 kg
2’720
487≈ 49’700 kg
M33
2’210
364≈ 37’100 kg
3’140
518≈ 52’800 kg
3’680
606≈ 61’800 kg
M36
2’840
427≈ 43’600 kg
4’040
609≈ 62’100 kg
4’730
712≈ 72’600 kg
Gerechnet nach VDI 2230 für Schaftschrauben mit Sechskantkopf und Regelgewinde, 90 % Ausnutzung der Streckgrenze. Die Vorspannkraft ist bei Schmierung höher, weil weniger Kraft in der Reibung verloren geht. Neue Schrauben im Lieferzustand (leicht geölt) liegen meist dazwischen (µ ≈ 0,12). Bei verzinkten oder beschichteten Schrauben, Senkschrauben und sicherheitsrelevanten Verbindungen gelten die Angaben des Herstellers.
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Merksatz: Teile immer zuerst fettfrei reinigen (z. B. Schnellreiniger). Wenig Produkt genügt. Handfest nach ca. 10 bis 20 Minuten, voll belastbar nach ca. 24 Stunden. Die Produktnummern sind Beispiele von Loctite. Gleichwertige Produkte anderer Hersteller sind ebenso geeignet.
Schraubensicherung
Festigkeit
Farbe
Beispiel
Bis Gewinde
Lösen
Typische Anwendung
Niedrig
Violett
222
M36
leicht, mit normalem Werkzeug
Stellschrauben, kleine Schrauben, Teile die oft eingestellt werden
Mittel
Blau
243 (flüssig), 248 (Stift)
M36
mit normalem Werkzeug
Standard im Maschinenbau: Getriebe, Motoren, Pumpen, Werkzeugmaschinen
Hoch
Grün / Rot
2701 / 270 (flüssig), 268 (Stift)
M20 bis M50
nur mit Wärme (ca. 250 °C)
Stehbolzen, stark vibrierende Verbindungen, die nicht mehr gelöst werden
Gewinde dichten (Hydraulik, Pneumatik, Wasser)
Anwendung
Beispiel
Hinweis
Grobe Metall- und Rohrgewinde
577
Mittelfest, demontierbar, ersetzt Hanf und Teflonband
Feingewinde an Hydraulik und Pneumatik
542
Für Verschraubungen und Anschlüsse aus Metall
Metall- und Kunststoffgewinde, Sanitär
55 (Dichtfaden)
Sofort dicht, nachjustierbar
Rohrgewinde, Stiftform
561
Sauber, ohne Tropfen
Kein Teflonband in Hydraulik und Pneumatik: Abgerissene Fasern verstopfen Ventile und Düsen.
Flächen dichten (Flansche, Deckel)
Flanschart
Beispiel
Spalt bis
Hinweis
Steif (Stahl, Guss, Alu)
518
0,25 mm
Getriebe- und Pumpengehäuse
Steif, hohe Temperatur
510
0,25 mm
Bis ca. 200 °C
Flexibel (Deckel, Blech)
5910 / 5699
grösser
Silikon, dauerelastisch, ersetzt Papier- und Korkdichtungen
Fügen: Lager, Wellen, Buchsen
Anwendung
Beispiel
Spalt bis
Hinweis
Lager befestigen (Lagersitz)
603
0,1 mm
Öltolerant, von Lagerherstellern empfohlen
Universal, hohe Festigkeit
638
0,25 mm
Wellen, Buchsen, Zahnräder, Passfedern
Hohe Temperatur
648
0,15 mm
Bis ca. 175 °C
Reparatur ausgeschlagener Sitze
660 mit Aktivator 7240
0,5 mm
Lagersitze, Buchsen, Passfedernuten
Gefügte Teile lassen sich meist nur mit Wärme (ca. 250 °C) und Abzieher wieder lösen.
Montagepaste, Rostlöser und Reiniger
Produkt
Beispiel
Anwendung
Anti-Seize auf Aluminium-Basis
8150
Schrauben und Muttern gegen Festfressen
Anti-Seize auf Kupfer-Basis
8008 (C5-A)
Hohe Temperaturen, Abgasanlagen
Anti-Seize metallfrei
8009
Rostfreier Stahl und Titan (kein Kupfer!)
Rostlöser
8018 / 8201
Festgefressene Schrauben und Muttern lösen
Schnellreiniger
7063
Reinigen vor dem Kleben und Dichten
Bei Montagepaste auf dem Gewinde ist die Reibung kleiner: Anziehmoment reduzieren (siehe Tabelle «geschmiert» im Kapitel Gewinde).
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Senktiefe so, dass der Schraubenkopf leicht versenkt ist. Bei Unterlegscheiben Senkung entsprechend grösser.
Kanten und Fasen: Empfehlungen
Bauteil
Empfehlung
Allgemeine Aussenkanten
Fase 0,3 bis 0,5 × 45° oder gemäss Zeichnung (ISO 13715)
Gewinde-Anfang
Fase bis zum Kerndurchmesser, 45° (Bolzen) bzw. 90°- bis 120°-Senkung (Mutter)
Wellenabsatz
Übergangsradius oder Freistich (DIN 509), keine scharfe Innenkante
Lagersitze
Kantenabstand kleiner als Lager-Kantenabstand, damit das Lager satt anliegt
Passbohrungen
Einführfase 15° bis 30° erleichtert die Montage
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Schaben ist ein Kernkönnen im Werkzeugmaschinenbau und bei Retrofits. Geschabte Führungen tragen gleichmässig, halten Öl in den kleinen Vertiefungen und laufen dadurch ruhig und genau.
Merksatz: Auf 1 Quadratzoll (25,4 × 25,4 mm) sollen 10 tragende Punkte sein, bei Schleifmaschinen bis 25 Punkte. Pro Durchgang nur ca. 60 % der blauen Punkte wegschaben und immer über das Kreuz unter 45° schaben.
Vorgehen Schritt für Schritt
Schritt
Was tun
1. Vorbereiten
Teil und Tuschierplatte bzw. Lineal entgraten und sauber reinigen
2. Tuschieren
Tuschierfarbe sehr dünn auf die Tuschierplatte oder das Lineal auftragen. Werkstück darauf hin und her reiben
3. Tragbild lesen
Die blauen Stellen sind die hohen, tragenden Punkte
4. Schaben
Ca. 60 % der blauen Punkte wegschaben. Schabrichtung 45° zur Kante, bei jedem Durchgang die Richtung um 90° wechseln (über das Kreuz)
5. Wiederholen
Tuschieren und Schaben wiederholen, bis die Punktezahl pro Zoll erreicht und gleichmässig verteilt ist
6. Prüfen
Punkte in einem Quadrat von 25,4 × 25,4 mm zählen, an mehreren Stellen
Schabmaschine einstellen
Arbeitsgang
Messerwinkel
Hub
Schruppen
25°
ca. 7 mm
Schlichten / Fertigschaben
40°
ca. 2 bis 2,5 mm
Hublänge einstellbar 0 bis 20 mm (mit 6-mm-Innensechskantschlüssel), Hubzahl bis ca. 1600 Hübe pro Minute.
Schabmesser schleifen
Werkzeug
Vorgehen
Hartmetall-Schabmesser
Auf der Diamantscheibe mit 5° Freiwinkel schleifen. Mit Petrol kühlen. Nur ganz leichter Anpressdruck (maximal ca. 20 Gramm)
Feile als Schaber (selber machen)
Normale Flachfeile an der Schleifscheibe mit 5° Freiwinkel anschleifen, zwei Seiten und vorne flach. Immer gut mit Wasser kühlen: Wird die Feile blau, verliert sie ihre Härte
Abziehstein reinigen
Schmutzigen Abziehstein mit feinem Quarzsand (ca. 0,1 mm) bestreuen, etwa 0,05 Liter Petrol daraufgeben und mit grossen Kreisbewegungen abziehen. Danach den Stein gut waschen.
Zubehör in der Schaberei
Zubehör
Verwendung
Tuschierplatten (z. B. 1800 × 1200 mm, 800 × 600 mm)
Ebene Flächen tuschieren
Tuschierlineale, auch für Schwalbenschwanz
Führungsbahnen und Schwalbenschwanzführungen
Grosses Lineal ca. 400 mm breit
Lange Maschinenbetten (bis ca. 20 m) abschnittweise tuschieren
Geschliffene Wellen und Konen
Bohrungen und Kegel tuschieren
Geschabter Präzisionswinkel
Rechtwinkligkeit prüfen
Tuschierfarbe
Dose immer sauber und geschlossen halten; Auftragrolle in einem sauberen Plastiksack aufbewahren
Ein Staubkorn auf der Tuschierplatte verfälscht das ganze Tragbild: Sauberkeit ist beim Schaben das Wichtigste.
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Stifte bestimmen die genaue Lage von zwei Teilen zueinander. Die Schrauben halten die Teile nur zusammen. Nach einer Demontage findet ein gut verstiftetes Teil wieder genau an seinen Platz.
Merksatz:Schrauben klemmen, Stifte positionieren. Mit konischen Stiften (Kegelstiften) ist eine Wiedermontage auf ca. 0,02 mm genau möglich. Darum verwenden wir sie im Werkzeugmaschinenbau.
Welcher Stift wofür?
Stiftart
Norm (Beispiel)
Bohrung
Eigenschaften
Typische Anwendung
Kegelstift
ISO 2339 (DIN 1)
gebohrt und kegelig gerieben 1:50 (konische Reibahle)
Sehr genau, beliebig oft demontierbar, sitzt immer wieder spielfrei
Sacklöcher, wenn man nicht von hinten austreiben kann
Kegelstift mit Gewindezapfen
ISO 8737 (DIN 7977)
wie Kegelstift
Wird mit einer Mutter herausgezogen
Durchgangslöcher, schlecht zugängliche Stellen
Zylinderstift
ISO 2338 (DIN 7), gehärtet ISO 8734 (DIN 6325)
gerieben H7
Genau, Presssitz; wird beim häufigen Demontieren lose
Vorrichtungen, Werkzeuge, Positionierungen
Zylinderstift mit Innengewinde
ISO 8735 (DIN 7979)
gerieben H7
Ausziehbar, für Sacklöcher
Vorrichtungen, Sacklöcher
Spannstift (geschlitzt)
ISO 8752 schwer, ISO 13337 leicht (DIN 1481)
nur gebohrt (H12)
Federt, günstig, schnell montiert; nicht für genaue Lage
Hebel, Griffe, Achsen, einfache Sicherungen
Spiral-Spannstift
ISO 8750
nur gebohrt
Sehr elastisch, gut gegen Vibration
Teile mit Schlägen und Schwingungen
Kerbstift
ISO 8739 bis 8745
nur gebohrt
Hält durch eingepresste Kerben
Einfache Befestigungen, Achsen
Kegelstift: der Kegel 1:50
Ein Kegelstift wird auf 50 mm Länge um 1 mm dicker. Die Grösse eines Kegelstiftes ist immer der kleine Durchmesser d. Der grosse Durchmesser ist D = d + Länge / 50.
Beispiel: Kegelstift 8 × 60: kleiner Ø 8 mm, grosser Ø = 8 + 60 / 50 = 9,2 mm.
Die richtigen Reibahlen: immer zwei!
Für Kegelstifte braucht es immer zwei kegelige Reibahlen 1:50 (früher «konische Reibahlen» genannt): 1. die Maschinenreibahle zum Vorreiben (in der Bohrmaschine, langsam, mit Schneidöl) 2. die Handreibahle zum Fertigreiben (mit dem Windeisen, von Hand, mit Gefühl) Mit der Handreibahle allein dauert es zu lange, mit der Maschinenreibahle allein wird die Bohrung nicht genau genug. ⟳ Reibahle nie rückwärts drehen – immer im Uhrzeigersinn, auch beim Herausziehen. Rückwärts drehen bricht die Schneiden aus und verdirbt die Bohrung.
Werkzeug
Norm (Beispiel)
Wofür
Bohrer im Stift-Nenndurchmesser
–
Vorbohren durch beide Teile (kleiner Ø des Stiftes)
Maschinen-Kegelreibahle 1:50 (konische Reibahle)
DIN 2179 (Zylinderschaft), DIN 2180 (Morsekegelschaft)
Vorreiben in der Bohrmaschine. Als Schälreibahle mit Spiralnuten nimmt sie viel Material weg
Hand-Kegelreibahle 1:50 (konische Reibahle)
DIN 9
Fertigreiben von Hand mit dem Windeisen. Immer wieder den Stift probieren
Windeisen
–
Zum gleichmässigen Drehen der Handreibahle, nie verkanten
Reibahlen nie rückwärts drehen: Die Schneiden brechen aus. Reibahlen in einer Schutzhülse aufbewahren. Die Grösse der Reibahle entspricht dem Stift-Nenndurchmesser (z. B. Reibahle 8 für Kegelstift 8).
Konisch verstiften: so machen wir es bei WIAP
Schritt
Was tun
1. Teile ausrichten
Bauteil genau ausrichten und die Schrauben fest anziehen. Erst dann verstiften
2. Vorbohren
Mit dem Bohrer im Nenndurchmesser des Stiftes (kleiner Ø) durch beide Teile bohren, z. B. 8 mm für einen Kegelstift 8. Bei langen Stiften stufenweise vorbohren
3. Vorreiben
Mit der konischen Maschinenreibahle vorreiben
4. Fertig reiben
Mit der konischen Handreibahle sauber nachreiben und den Stift immer wieder probieren. Eine Reibahle nie rückwärts drehen!
5. Reinigen
Bohrung gut mit Luft ausblasen, Späne und Öl entfernen
6. Stift setzen
Stift mit leichten Hammerschlägen eintreiben. Er soll ca. 3 mm versenkt sitzen
7. Durchgangsloch
Der Stift darf auf der anderen Seite nicht vorstehen, er soll mindestens 1 bis 2 mm im Loch bleiben
Tipps aus der Praxis
Thema
Hinweis
Zwei Stifte pro Teil
Möglichst weit auseinander setzen, am besten diagonal. Ein Stift allein verhindert das Verdrehen nicht
Kein Platz von oben?
Nicht überall kann man einen Stift gut bohren. Man kann den Stift auch seitlich in die Trennfuge der Auflageflächen setzen
Stift ausziehen
Mit dem Stiftzieher (WIAP-KFKOK-Set für Innengewinde M4 bis M20) vorsichtig herausziehen und das Gewinde im Stift nicht beschädigen
Ohne Stiftzieher
Lange Schraube mit Mutter und Unterlagscheiben als Abzieher verwenden: Schraube in den Stift, Mutter über einer Hülse anziehen
Zylinderstift im Sackloch
Luft kann nicht entweichen und drückt den Stift zurück: Stift mit Entlüftungsrille oder mit Innengewinde verwenden
Spannstift
Bohrung im Nenndurchmesser bohren (nicht reiben). Den Schlitz nicht in die Kraftrichtung legen. Für mehr Festigkeit zwei Spannstifte ineinander stecken, Schlitze um 180° versetzt
Bohren und Reiben für Zylinderstifte
Stift-Ø mm
Vorbohren mm
Reiben
2
1,8
H7
3
2,8
H7
4
3,8
H7
5
4,8
H7
6
5,8
H7
8
7,7
H7
10
9,7
H7
12
11,7
H7
16
15,6
H7
20
19,6
H7
Reibzugabe je nach Werkstoff ca. 0,2 bis 0,4 mm. Zylinderstifte haben die Toleranz m6 und werden in die geriebene Bohrung H7 eingepresst.
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Nutbreite Welle meist P9 (fester Sitz) oder N9, Nabe JS9 oder P9.
Keilriemen
Profil
Obere Breite × Höhe mm
Art
SPZ
9,7 × 8
Schmalkeilriemen
SPA
12,7 × 10
Schmalkeilriemen
SPB
16,3 × 13
Schmalkeilriemen
SPC
22 × 18
Schmalkeilriemen
Z (10)
10 × 6
Normalkeilriemen
A (13)
13 × 8
Normalkeilriemen
B (17)
17 × 11
Normalkeilriemen
C (22)
22 × 14
Normalkeilriemen
Rollenketten (Europäische Bauart, DIN 8187 / ISO 606 B)
Kette
Teilung mm
Teilung Zoll
Innere Breite mm
Rollen-Ø mm
06B
9,525
3/8
5,72
6,35
08B
12,7
1/2
7,75
8,51
10B
15,875
5/8
9,65
10,16
12B
19,05
3/4
11,68
12,07
16B
25,4
1
17,02
15,88
20B
31,75
1 1/4
19,56
19,05
Riemen- und Kettenspannung nach Angabe des Herstellers einstellen. Kettenrad und Riemenscheibe immer fluchtend montieren.
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Der Modul ist bei Zahnrädern die wichtigste Zahl. Wer ihn verstanden hat, kann jedes Zahnrad ausmessen, nachbestellen oder selber berechnen.
Merksatz: Der Modul ist die Grösse eines Zahnes in Millimeter. Grosser Modul = grosse, starke Zähne. Kleiner Modul = kleine, feine Zähne. Zwei Zahnräder passen nur zusammen, wenn sie den gleichen Modul haben (und den gleichen Eingriffswinkel, heute fast immer 20°).
Was ist der Modul? Schritt für Schritt
Schritt
Erklärung
1. Teilung
Der Abstand von einem Zahn zum nächsten, gemessen auf dem Teilkreis, heisst Teilung p
2. Umfang
Rund um den Teilkreis haben alle Zähne Platz: Umfang = Zähnezahl × Teilung, also d × π = z × p
3. Das Problem
Mit der Teilung p bekommt man immer «krumme» Durchmesser, weil π = 3,14159… darin steckt
4. Die Lösung: der Modul
Man teilt die Teilung durch π: m = p / π. Dann wird es ganz einfach: d = m × z
5. Beispiel
Modul 2 und 30 Zähne: d = 2 × 30 = 60 mm. Ohne π, ohne Taschenrechner!
Warum «plus 2 Zähne»?
Über dem Teilkreis steht der Zahnkopf. Er ist genau 1 Modul hoch, auf beiden Seiten des Rades. Der Aussendurchmesser ist also um 2 Modul grösser als der Teilkreis:
dk = d + 2 × m = m × z + 2 × m = m × (z + 2) Darum gilt beim Ausmessen: Modul = Aussendurchmesser / (Zähnezahl + 2). Die «2 Zähne mehr» sind die zwei Zahnköpfe.
Warum ist der Zahnfuss tiefer als der Kopf?
Der Zahnfuss ist 1,25 Modul tief, also 0,25 Modul tiefer als der Kopf des Gegenrades hoch ist. Dieser Abstand heisst Kopfspiel. So stösst der Zahnkopf nicht unten auf («steht nicht auf»), und es bleibt Platz für Öl und Schmutz. Darum: beim Fräsen immer etwa 20 bis 25 % von einem Modul tiefer gehen.
Alle Formeln
Grösse
Zeichen
Formel
Teilkreis-Ø
d
m × z
Kopfkreis-Ø (aussen)
dk
m × (z + 2) = d + 2 m
Fusskreis-Ø
df
d − 2,5 m
Kopfhöhe
hk
1 × m
Fusshöhe
hf
1,25 × m
Ganze Zahnhöhe (Frästiefe)
h
2,25 × m
Teilung
p
m × π
Achsabstand zweier Räder
a
m × (z1 + z2) / 2
Übersetzung
i
z2 / z1 = n1 / n2
Zahnbreite (Richtwert)
b
ca. 6 bis 12 × m
Zahnrad-Rechner
Modul ermitteln: Zahnrad ausmessen
Aussendurchmesser mit der Schieblehre messen und Zähne zählen:
Normmodule (DIN 780, Reihe 1)
Modul m
Teilung p mm
Zahnhöhe h mm
0,5
1,57
1,13
0,6
1,88
1,35
0,8
2,51
1,8
1
3,14
2,25
1,25
3,93
2,81
1,5
4,71
3,38
2
6,28
4,5
2,5
7,85
5,63
3
9,42
6,75
4
12,57
9
5
15,71
11,25
6
18,85
13,5
8
25,13
18
10
31,42
22,5
12
37,7
27
16
50,27
36
20
62,83
45
Zoll-Zahnräder: Diametral Pitch (DP)
Amerikanische und englische Zahnräder haben keinen Modul, sondern den Diametral Pitch DP = Zähne pro Zoll Teilkreis-Durchmesser. Umrechnung: m = 25,4 / DP.
DP
entspricht Modul
nächster Normmodul
64
0,397
0,5
48
0,529
0,5
32
0,794
0,8
24
1,058
1
20
1,27
1,25
16
1,587
1,5
12
2,117
2
10
2,54
2,5
8
3,175
3
6
4,233
4
5
5,08
5
4
6,35
6
Achtung: Ein Zahnrad DP 16 (Modul 1,588) sieht fast gleich aus wie Modul 1,5, passt aber nicht zusammen! Bei alten Maschinen immer prüfen, ob Modul oder DP.
Übungen (Lösung anklicken)
Übung 1: Ein Zahnrad hat 48 Zähne, gemessen dk = 74,9 mm. Welcher Modul?
Lösung: m = 74,9 / (48 + 2) = 1,498 → Modul 1,5 (der Kopf ist leicht abgenutzt)
Übung 2: dk = 123 mm, 80 Zähne. Welcher Modul?
Lösung: m = 123 / (80 + 2) = 1,5
Übung 3: dk = 99,3 mm, 64 Zähne. Welcher Modul?
Lösung: m = 99,3 / (64 + 2) = 1,505 → Modul 1,5
Übung 4: Teilkreis d = 300 mm, Modul 3. Wie viele Zähne, dk und df?
Lösung: z = 300 / 3 = 100 Zähne, dk = 300 + 2 × 3 = 306 mm, df = 300 − 2,5 × 3 = 292,5 mm
Übung 5 (Achtung!): Teilkreis d = 139 mm, Modul 3. Wie viele Zähne?
Lösung: 139 / 3 = 46,33: geht nicht! Die Zähnezahl muss eine ganze Zahl sein. Möglich sind z = 46 (d = 138 mm) oder z = 47 (d = 141 mm)
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Bohrung: 00 = 10 mm, 01 = 12 mm, 02 = 15 mm, 03 = 17 mm, ab 04: Zahl × 5 (z. B. 08 = 40 mm)
2RS / 2RSH
Beidseitig Gummi-Dichtung
2Z / ZZ
Beidseitig Deckscheibe aus Stahl
C3
Lagerluft grösser als normal (z. B. für Elektromotoren)
K
Kegelige Bohrung 1:12
Rillenkugellager Reihe 60
Lager
Bohrung d mm
Aussen-Ø D mm
Breite B mm
Drehzahl offen / 2Z ca. 1/min
Drehzahl 2RS ca. 1/min
6000
10
26
8
36’000
18’000
6001
12
28
8
32’500
16’000
6002
15
32
9
27’500
13’500
6003
17
35
10
25’000
12’500
6004
20
42
12
21’000
10’500
6005
25
47
12
18’000
9’000
6006
30
55
13
15’500
7’500
6007
35
62
14
13’500
6’500
6008
40
68
15
12’000
6’000
6009
45
75
16
11’000
5’500
6010
50
80
16
10’000
5’000
Rillenkugellager Reihe 62
Lager
Bohrung d mm
Aussen-Ø D mm
Breite B mm
Drehzahl offen / 2Z ca. 1/min
Drehzahl 2RS ca. 1/min
6200
10
30
9
32’500
16’000
6201
12
32
10
29’500
14’500
6202
15
35
11
26’000
13’000
6203
17
40
12
23’000
11’000
6204
20
47
14
19’500
9’500
6205
25
52
15
17’000
8’500
6206
30
62
16
14’000
7’000
6207
35
72
17
12’000
6’000
6208
40
80
18
11’000
5’500
6209
45
85
19
10’000
5’000
6210
50
90
20
9’500
4’500
Rillenkugellager Reihe 63
Lager
Bohrung d mm
Aussen-Ø D mm
Breite B mm
Drehzahl offen / 2Z ca. 1/min
Drehzahl 2RS ca. 1/min
6300
10
35
11
25’500
12’500
6301
12
37
12
23’500
11’500
6302
15
42
13
20’000
10’000
6303
17
47
14
18’000
9’000
6304
20
52
15
16’000
8’000
6305
25
62
17
13’000
6’500
6306
30
72
19
11’000
5’500
6307
35
80
21
10’000
5’000
6308
40
90
23
9’000
4’500
6309
45
100
25
8’000
4’000
6310
50
110
27
7’000
3’500
Drehzahlen sind ungefähre Grenzwerte bei Fettschmierung und normaler Belastung (Richtwert). Mit Ölschmierung sind höhere Drehzahlen möglich. Die genauen Werte stehen im Katalog des Lagerherstellers.
Schrägkugellager und Spindellager
Merksatz: Die 60er, 62er, 63er Reihe sind Rillenkugellager. Die 70er, 72er, 73er Reihe sind Schrägkugellager mit den gleichen Massen (z. B. 7205 = gleich gross wie 6205). Ein Schrägkugellager trägt axial nur in eine Richtung. Darum braucht es immer 2 Lager (oder ein Gegenlager).
Lager-Reihe
Bauart
Gleiche Masse wie
60xx, 62xx, 63xx
Rillenkugellager: radial und axial in beide Richtungen, einfach und günstig
–
70xx
Schrägkugellager / Spindellager, leichte Reihe
60xx
72xx
Schrägkugellager, mittlere Reihe
62xx
73xx
Schrägkugellager, schwere Reihe
63xx
719xx
Spindellager, sehr leichte Reihe
619xx
Druckwinkel: was passt wofür?
Druckwinkel
Kennzeichen (Nachsetzzeichen)
Eigenschaften
Typische Anwendung
15°
C
Sehr hohe Drehzahl, hohe Präzision, kleine Axiallast
Spindellager: Schleif- und schnelle Frässpindeln
25°
AC oder E
Mittelweg: hohe Drehzahl und gute Axiallast
Spindellager: Dreh- und Frässpindeln
40°
B oder BE
Wesentlich besser für hohe axiale Belastung, dafür tiefere Drehzahl
Faustregel: Je grösser der Druckwinkel, desto mehr Axiallast, aber desto tiefer die mögliche Drehzahl. Die Buchstaben können je nach Hersteller leicht abweichen, bitte im Katalog prüfen.
Drehzahlen im Vergleich
Lager (gleiche Grösse)
Drehzahl im Vergleich zum Rillenkugellager
Schrägkugellager 40° (72xx B, 73xx B)
etwas tiefer, ca. 70 bis 90 %
Spindellager 25° (70xx AC/E), Fett
ca. 1,3- bis 1,5-mal höher
Spindellager 15° (70xx C), Fett
ca. 1,5- bis 2-mal höher
Spindellager Hybrid (Keramikkugeln), Öl-Luft
bis ca. 2,5- bis 3-mal höher
Spindellager Reihe 70 (gleiche Masse wie 60)
Lager
Bohrung d mm
Aussen-Ø D mm
Breite B mm
15° (C) Fett ca. 1/min
25° (AC/E) Fett ca. 1/min
15° Hybrid, Öl-Luft ca. 1/min
7000
10
26
8
55’500
47’000
100’000
7001
12
28
8
50’000
42’500
90’000
7002
15
32
9
42’500
36’000
76’500
7003
17
35
10
38’500
32’500
69’000
7004
20
42
12
32’500
27’500
58’000
7005
25
47
12
28’000
23’500
50’000
7006
30
55
13
23’500
20’000
42’500
7007
35
62
14
20’500
17’500
37’000
7008
40
68
15
18’500
15’500
33’500
7009
45
75
16
16’500
14’000
30’000
7010
50
80
16
15’500
13’000
27’500
Schrägkugellager Reihe 72 B, 40° (gleiche Masse wie 62)
Lager
Bohrung d mm
Aussen-Ø D mm
Breite B mm
40° (B) offen, Fett ca. 1/min
40° (B) 2RS (geschlossen) ca. 1/min
7200 B
10
30
9
26’000
13’000
7201 B
12
32
10
23’500
12’000
7202 B
15
35
11
21’000
10’500
7203 B
17
40
12
18’000
9’000
7204 B
20
47
14
15’500
8’000
7205 B
25
52
15
13’500
7’000
7206 B
30
62
16
11’500
5’500
7207 B
35
72
17
9’500
5’000
7208 B
40
80
18
8’500
4’500
7209 B
45
85
19
8’000
4’000
7210 B
50
90
20
7’500
3’500
Schrägkugellager Reihe 73 B, 40° (gleiche Masse wie 63)
Lager
Bohrung d mm
Aussen-Ø D mm
Breite B mm
40° (B) offen, Fett ca. 1/min
40° (B) 2RS (geschlossen) ca. 1/min
7300 B
10
35
11
20’500
10’000
7301 B
12
37
12
19’000
9’500
7302 B
15
42
13
16’000
8’000
7303 B
17
47
14
14’500
7’000
7304 B
20
52
15
13’000
6’500
7305 B
25
62
17
10’500
5’500
7306 B
30
72
19
9’000
4’500
7307 B
35
80
21
8’000
4’000
7308 B
40
90
23
7’000
3’500
7309 B
45
100
25
6’500
3’000
7310 B
50
110
27
6’000
3’000
Kennzeichen
Bedeutung bei Schrägkugellagern
2RS / 2RSR
Beidseitig geschlossen mit Gummi-Dichtscheiben (schleifend), mit Fett gefüllt, wartungsfrei. Drehzahl ca. halb so hoch wie offen
2Z / 2RZ
Beidseitig geschlossen mit Deckscheiben bzw. berührungsarmen Dichtungen, höhere Drehzahl als 2RS
TVP / TVH
Käfig aus Polyamid (Kunststoff): leicht und leise, bis ca. 120 °C
M / MP
Massiver Messingkäfig: robust, für hohe Temperaturen, Stösse und Vibrationen
J / JP
Stahlblechkäfig: Standard, günstig
Geschlossene Schrägkugellager werden oft dort eingesetzt, wo kein Ölkreislauf vorhanden ist (z. B. Kugelgewinde-Lagerungen, Pumpen, Rollen). Kennzeichen je nach Hersteller leicht verschieden, bitte im Katalog prüfen.
Drehzahlen sind ungefähre Richtwerte für ein einzelnes Lager mit leichter Vorspannung. Bei Lagerpaaren ca. 80 %, bei mittlerer Vorspannung ca. 75 %, bei schwerer Vorspannung ca. 50 % dieser Werte. Spindellager erreichen diese Drehzahlen nur mit Genauigkeitsklasse P4/P2, korrektem Einbau und Einlaufen. Massgebend ist immer der Katalog des Herstellers (z. B. SKF, FAG, GMN).
Einbau in Paaren
Anordnung
Kurzzeichen
Eigenschaften
O-Anordnung
DB
Druckrichtungen zeigen nach aussen. Sehr steif gegen Kippen. Standard bei Werkzeugmaschinen-Spindeln
X-Anordnung
DF
Druckrichtungen zeigen nach innen. Weniger kippsteif, gleicht kleine Fluchtfehler besser aus
Tandem-Anordnung
DT
Beide Lager tragen in die gleiche Richtung, teilen sich eine hohe Axiallast. Braucht ein Gegenlager für die andere Richtung
Gepaarte Lager immer als Satz verwenden und nicht mit Lagern aus anderen Sätzen mischen. Nur «universell gepaarte» Lager (Nachsetzzeichen z. B. UA, UB, UO) dürfen frei kombiniert werden. Die V-Markierung auf den Aussenringen zeigt, wie der Satz zusammengehört.
Offen, 2Z oder 2RS? Abdichtung und Drehzahl
Ausführung
Abdichtung
Drehzahl
Wann verwenden?
Offen
keine
am höchsten (mit Ölschmierung noch höher)
Schmierung von aussen, z. B. Spindeln, Getriebe mit Öl
2Z / ZZ
Deckscheiben aus Stahl, berührungsfrei
fast gleich wie offen
Mit Fett gefüllt, wartungsfrei; schützt gegen Staub, nicht gegen Wasser
2RZ / 2RSL
Dichtscheiben, berührungsarm
etwas tiefer
Kompromiss zwischen Abdichtung und Drehzahl
2RS / 2RSH
Gummi-Dichtscheiben, schleifend
tief: oft nur etwa halb so hoch wie offen
Schmutz, Spritzwasser, Kühlmittel; erzeugt mehr Reibung und Wärme
Die genaue Drehzahlgrenze steht im Katalog des Herstellers (Grenzdrehzahl). Abgedichtete Lager sind mit Fett gefüllt und werden nicht nachgeschmiert.
Passungen für Wälzlager (Richtwerte)
Fall
Welle
Gehäuse
Innenring dreht, normale Last
k5 / k6
H7
Innenring dreht, hohe Last
m6 / n6
H7
Innenring steht (z. B. Laufrolle)
g6 / h6
M7 / N7 (Aussenring dreht)
Loslager, Aussenring verschiebbar
k6
H7 / G7
Lager nie über die Wälzkörper einpressen: Kraft immer auf den Ring geben, der die Passung hat.
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Merksatz: Ein Kugelgewindetrieb ist nicht selbsthemmend. Eine senkrechte Achse fällt ohne Bremse oder Gewichtsausgleich herunter! Eine Trapezspindel mit kleiner Steigung ist meist selbsthemmend, hat dafür viel mehr Reibung.
Vergleich
Eigenschaft
Kugelgewindetrieb
Trapezspindel
Wirkungsgrad
ca. 90 %
ca. 30 bis 50 %
Selbsthemmung
nein
meist ja (kleine Steigung)
Spiel
spielfrei mit Vorspannung
hat Spiel, nutzt sich ab
Genauigkeit
sehr hoch
mittel
Einsatz
CNC-Achsen, Positionieren
Handverstellungen, Hubtische, einfache Antriebe
Bezeichnung und Genauigkeit
Angabe
Bedeutung
40 × 10
Nenndurchmesser 40 mm, Steigung 10 mm (eine Umdrehung = 10 mm Weg)
Klasse C0, C1, C3
Sehr genau, geschliffen: Präzisions- und Schleifmaschinen
Klasse C5
Geschliffen: übliche Werkzeugmaschinen
Klasse C7, C10
Gerollt: Transport- und Handlingachsen
Kraft und Antriebsmoment
Grösse
Formel
Axialkraft
F [N] = M [Nm] × 2 π × η / P [m]
Antriebsmoment
M [Nm] = F [N] × P [m] / (2 π × η)
Beispiel: 1 Nm an einer Spindel mit 10 mm Steigung und η = 0,8 ergibt F = 1 × 6,28 × 0,8 / 0,010 = 502 N, also ca. 50 kg. Mit 10 Nm sind es ca. 500 kg. P = Steigung in Meter.
Montage: worauf achten (WIAP-Praxis)
Punkt
Hinweis
Die Führungen sind der «Chef»
Die Spindel muss genau parallel zu den Führungen liegen. Abweichung über den ganzen Weg höchstens ca. 0,03 mm, horizontal und vertikal
Drei Punkte in einer Linie
Festlager, Mutter und Loslager (bzw. Motoranschluss) müssen genau fluchten. Diese Toleranz ist anspruchsvoll
Ausrichten
Mit Messuhr über den ganzen Verfahrweg prüfen, Mutter in beiden Endlagen und in der Mitte kontrollieren
Mutter nie einfach abdrehen
Ohne Montagehülse fallen die Kugeln heraus
Lagerung
Festlager meist mit Axial-Schrägkugellagern (60°) paarweise, Loslager mit Rillenkugellager
Vorspannung prüfen
Leerlauf-Drehmoment messen: Schnur mit Gewicht über eine Scheibe auf der Spindel legen und prüfen, ob sich die Spindel gleichmässig dreht
Mutter mit Klemmschraube (z. B. Star)
Die Klemmschraube so weit anziehen, bis das Umkehrspiel weg ist, aber nicht weiter: Sonst wird die Mutter zu streng, wird warm und verschleisst. Danach das Leerlauf-Drehmoment kontrollieren. Richtwerte aus der WIAP-Praxis (Klasse C1): 63 × 10 ca. 3,6 Nm, 31 × 10 ca. 0,8 Nm
Umkehrspiel messen
Messuhr an den Schlitten setzen, Achse in eine Richtung fahren, Uhr auf null stellen, dann in die Gegenrichtung fahren: Der Weg, bis sich der Schlitten bewegt, ist das Umkehrspiel
Schmierung und Schutz
Regelmässig schmieren, Abstreifer und Abdeckungen prüfen; Späne zerstören die Kugelbahnen
Kritische Drehzahl und Knicklänge der Spindel immer nach Angaben des Herstellers prüfen, besonders bei langen, dünnen Spindeln.
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Einführschräge 15° bis 20°, Kanten entgraten, O-Ring einfetten, nicht über Gewinde ziehen
Werkstoff
NBR: Öl, Hydraulik bis ca. 100 °C · FKM (Viton): hohe Temperatur bis ca. 200 °C · EPDM: Wasser, Dampf, nicht für Mineralöl
Hydraulikschläuche: Nennweiten
Nennweite DN
Innen-Ø Zoll
Innen-Ø mm ca.
DN 6
1/4
6,4
DN 8
5/16
7,9
DN 10
3/8
9,5
DN 12
1/2
12,7
DN 16
5/8
15,9
DN 19
3/4
19
DN 25
1
25,4
DN 31
1 1/4
31,8
Schläuche ohne Verdrehung und mit genügend Biegeradius einbauen. Betriebsdruck des Schlauches muss mindestens dem Systemdruck entsprechen.
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Viele alte Maschinen haben auf dem Schmierplan nur einen Markennamen (z. B. «Mobil DTE Oil Medium» oder «Shell Tonna 68»), aber keine Angabe zur Dicke des Öls. Mit den Tabellen hier findet man die Viskositätsklasse ISO VG und die Öl-Art und kann ein heutiges, gleichwertiges Öl wählen.
Merksatz: Die Zahl hinter ISO VG ist die Dicke (Viskosität) bei 40 °C in mm²/s. Grössere Zahl = dickeres Öl. Wichtig ist immer beides: die Dicke (VG) und die Art (Hydrauliköl, Gleitbahnöl, Getriebeöl). Ein Gleitbahnöl VG 68 ist nicht das gleiche wie ein Hydrauliköl VG 68!
Wichtige Praxisregeln: • Gleitbahnöl VG 68 für Flachbett-Maschinen und waagrechte Führungen. • Gleitbahnöl VG 220 für Schrägbett-Maschinen und senkrechte Führungen: Das dickere Öl bleibt besser auf der schrägen Bahn und läuft nicht so schnell ab. • Pneumatik-Öl ist dünn (meist VG 32). Achtung: Viele neue Pneumatik-Teile sind ab Werk «lebensdauergeschmiert» und brauchen kein Öl. Hat man aber einmal geölt, muss man immer weiter ölen, weil das Öl das Werksfett auswäscht. • Hydrauliköl in Werkzeugmaschinen meist VG 32 oder 46, Getriebeöl meist VG 220.
Öl-Arten (Kennbuchstaben nach DIN 51502)
Kennzeichen
Öl-Art
Typische Verwendung
Übliche Dicke
HLP
Hydrauliköl mit Verschleissschutz
Hydraulikaggregate, Spannhydraulik
VG 32, 46, 68
HVLP
Hydrauliköl, wenig temperaturabhängig
Hydraulik draussen oder mit starken Temperaturschwankungen
VG 32, 46, 68
CGLP
Gleitbahnöl mit Haftzusätzen (gegen Ruckgleiten)
Führungsbahnen, Zentralschmierung
VG 68 für Flachbett und waagrechte Führungen, VG 220 für Schrägbett und senkrechte Führungen
CLP
Getriebeöl mit Hochdruckzusätzen
Zahnradgetriebe
VG 68 bis 460
FD / Spindelöl
Sehr dünnes Öl
Schnelllaufende Spindeln, Öl-Nebel-Schmierung
VG 2 bis 22
Pneumatik-Öl
Dünnes Öl für den Druckluft-Öler (Wartungseinheit)
Druckluftzylinder und Ventile, die geölt werden müssen
dünn: meist VG 32 (VG 10 bis 32)
So liest man die Tabellen: Alten Namen vom Schmierplan oder vom Ölfass suchen → Öl-Art und ISO VG ablesen → heutiges Öl mit gleicher Art und gleicher VG nehmen. ✓ sicher = gut bekannt. ⚠ noch zu klären (gelb) = Angabe unsicher, bitte mit dem Öl-Lieferanten oder dem Datenblatt prüfen.
Hydrauliköle und Umlauföle
Marke
Alter Name
Öl-Art
ISO VG
Heutiger Name (ca.)
Status
Mobil
DTE Oil Light
Hydraulik / Umlauf HLP
32
DTE 24 / DTE 24 Ultra
✓ sicher
Mobil
DTE Oil Medium
Hydraulik / Umlauf HLP
46
DTE 25 / DTE 25 Ultra
✓ sicher
Mobil
DTE Oil Heavy Medium
Hydraulik / Umlauf HLP
68
DTE 26 / DTE 26 Ultra
✓ sicher
Mobil
DTE Oil Heavy
Hydraulik / Umlauf HLP
100
DTE 27 / DTE Oil Heavy
✓ sicher
Mobil
DTE Oil Extra Heavy
Umlauföl
150
DTE Oil Extra Heavy
⚠ noch zu klären
Mobil
DTE Oil BB
Umlauföl
220
DTE Oil BB
⚠ noch zu klären
Mobil
DTE Oil AA
Umlauföl
320 ?
DTE Oil AA
⚠ noch zu klären
Shell
Tellus 32 / 46 / 68
Hydraulik HLP
32 / 46 / 68
Tellus S2 M 32 / 46 / 68
✓ sicher
Shell
Tellus 22 / 27 / 33 / 37 (vor 1975)
Hydraulik
unbekannt
–
⚠ noch zu klären
Shell
Vitrea 32 bis 460
Umlauföl CL
Zahl = VG
Morlina S1 B
✓ sicher
Esso
Nuto H 32 / 46 / 68
Hydraulik HLP
32 / 46 / 68
Nuto H
✓ sicher
Esso
Teresso 32 / 46 / 68
Umlauf- / Turbinenöl
32 / 46 / 68
Teresso
✓ sicher
BP
Energol HLP-HM 32 / 46 / 68
Hydraulik HLP
32 / 46 / 68
Energol HLP-HM / Castrol Hyspin
✓ sicher
BP
Energol CS 32 bis 460
Umlauföl CL
Zahl = VG
–
✓ sicher
Castrol
Hyspin AWS 32 / 46 / 68
Hydraulik HLP
32 / 46 / 68
Hyspin AWS
✓ sicher
Fuchs
Renolin B 10 / B 15 / B 20
Hydraulik HLP
32 / 46 / 68 ?
Renolin B / MR
⚠ noch zu klären
Motorex
Corex HLP 32 / 46 / 68
Hydraulik HLP
32 / 46 / 68
Corex HLP
✓ sicher
Gleitbahnöle
Marke
Alter Name
Öl-Art
ISO VG
Heutiger Name (ca.)
Status
Mobil
Vactra Oil No. 1
Gleitbahn CGLP
32 ?
Vactra No. 1
⚠ noch zu klären
Mobil
Vactra Oil No. 2
Gleitbahn CGLP
68
Vactra No. 2
✓ sicher
Mobil
Vactra Oil No. 3
Gleitbahn CGLP
150 ?
Vactra No. 3
⚠ noch zu klären
Mobil
Vactra Oil No. 4
Gleitbahn CGLP
220
Vactra No. 4
✓ sicher
Mobil
Gargoyle Vactra Oil (sehr alt)
Gleitbahn
unbekannt
Vactra
⚠ noch zu klären
Shell
Tonna T 68 / T 220
Gleitbahn CGLP
68 / 220
Tonna S3 M 68 / 220
✓ sicher
Shell
Tonna 33 / 72 (vor 1975)
Gleitbahn
unbekannt
Tonna S3 M
⚠ noch zu klären
Esso
Febis K 68 / K 220
Gleitbahn CGLP
68 / 220
Febis K
✓ sicher
BP
Maccurat 68 / 220
Gleitbahn CGLP
68 / 220
Castrol Magna BD
✓ sicher
Castrol
Magna BD 68 / BD 220
Gleitbahn CGLP
68 / 220
Magna BD
✓ sicher
Getriebeöle
Marke
Alter Name
Öl-Art
ISO VG
Heutiger Name (ca.)
Status
Mobil
Mobilgear 626
Getriebe CLP
68
Mobilgear 600 XP 68
✓ sicher
Mobil
Mobilgear 627
Getriebe CLP
100
Mobilgear 600 XP 100
✓ sicher
Mobil
Mobilgear 629
Getriebe CLP
150
Mobilgear 600 XP 150
✓ sicher
Mobil
Mobilgear 630
Getriebe CLP
220
Mobilgear 600 XP 220
✓ sicher
Mobil
Mobilgear 632
Getriebe CLP
320
Mobilgear 600 XP 320
✓ sicher
Mobil
Mobilgear 634
Getriebe CLP
460
Mobilgear 600 XP 460
✓ sicher
Mobil
Mobilgear 636
Getriebe CLP
680
Mobilgear 600 XP 680
✓ sicher
Shell
Omala 68 bis 680
Getriebe CLP
Zahl = VG
Omala S2 G / S2 GX
✓ sicher
Esso
Spartan EP 68 bis 680
Getriebe CLP
Zahl = VG
Spartan EP
✓ sicher
BP
Energol GR-XP 68 bis 680
Getriebe CLP
Zahl = VG
Castrol Optigear BM
✓ sicher
Castrol
Alpha SP 68 bis 680
Getriebe CLP
Zahl = VG
Optigear BM
✓ sicher
Spindelöle
Marke
Alter Name
Öl-Art
ISO VG
Heutiger Name (ca.)
Status
Mobil
Velocite Oil No. 3
Spindelöl
2 ?
Velocite No. 3
⚠ noch zu klären
Mobil
Velocite Oil No. 4
Spindelöl
3 oder 5 ?
Velocite No. 4
⚠ noch zu klären
Mobil
Velocite Oil No. 6
Spindelöl
10
Velocite No. 6
✓ sicher
Mobil
Velocite Oil No. 10
Spindelöl
22
Velocite No. 10
✓ sicher
Esso
Spinesso 10 / 22
Spindelöl
10 / 22
Spinesso
✓ sicher
Shell
Morlina 10
Spindelöl
10
Morlina S2 BL 10
✓ sicher
Unbekanntes Öl auf einer alten Maschine?
Schritt
Was tun
1. Suchen
Schmierplan, Typenschild, Betriebsanleitung, Aufschrift auf Ölkanne oder Fass suchen
2. Verwendung bestimmen
Wo ist das Öl? Hydraulik → HLP, Führungsbahn / Zentralschmierung → CGLP, Zahnradgetriebe → CLP, schnelle Spindel → Spindelöl
3. Dicke schätzen
Wenn nichts bekannt ist: übliche Dicke der Öl-Art nehmen (Hydraulik VG 46, Gleitbahn VG 68, Getriebe VG 220)
4. Probe abgeben
Bei wichtigen Maschinen eine Ölprobe beim Öl-Lieferanten analysieren lassen
5. Aufschreiben
Neues Öl (Marke, Name, Art, ISO VG) gut sichtbar auf den Schmierplan und an die Maschine schreiben
Die Namen der Hersteller ändern sich immer wieder. Vor dem Wechsel immer das aktuelle Datenblatt prüfen oder beim Öl-Lieferanten nachfragen.
Alte Angaben umrechnen: SAE, Engler, cSt bei 50 °C
Sehr alte Schmierpläne geben die Dicke oft in °E (Grad Engler) bei 50 °C, in cSt bei 50 °C oder als SAE-Klasse an. Die Tabelle zeigt die ungefähre Entsprechung:
ISO VG (40 °C)
ca. cSt bei 50 °C
ca. °E bei 50 °C
ca. SAE Motoröl
ca. SAE Getriebeöl
10
7
1,6
–
–
22
15
2,3
5W
–
32
21
3
10W
–
46
29
4
15W / 20
75W
68
41
5,5
20 / 20W
80W
100
58
7,7
30
80W / 85W
150
82
11
40
85W-90
220
118
16
50
90
320
165
22
–
90 / 140
460
230
31
–
140
Die Umrechnung ist nur ein Richtwert (für Öle mit normalem Viskositätsindex). Motoröle gehören nicht in Hydraulik oder Getriebe einer Werkzeugmaschine: Sie enthalten andere Zusätze.
Regeln für den Ölwechsel
Regel
Warum
Öle nicht mischen
Verschiedene Zusätze können sich nicht vertragen: Schaum, Schlamm, verstopfte Filter
Beim Umstellen spülen
Altes Öl ganz ablassen, bei Hydraulik mit dem neuen Öl spülen und den Filter wechseln
Gleitbahnöl nicht ins Hydrauliksystem
Haftzusätze verkleben Ventile. Ausnahme: Maschinen, bei denen der Hersteller ein gemeinsames Öl vorschreibt
Sauberkeit
Öl immer über einen Filter oder mit sauberen Kannen einfüllen. Schmutz ist der grösste Feind der Hydraulik
Schmierplan anpassen
Die neue Ölbezeichnung (Marke, Name, ISO VG) auf den Schmierplan der Maschine schreiben
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Kraft und Gewicht – Merksatz: 10 N ≈ 1 kg (genau: 1 kg = 9,81 N) 1 kN = 1000 N ≈ 100 kg (genau 102 kg) 10 kN ≈ 1 Tonne
Kraft-Umrechner N ⇄ kN ⇄ kg
Eine Zahl in ein Feld tippen, die anderen rechnen sich aus. «kg» bedeutet hier die Gewichtskraft (Masse × 9,81).
Wichtige Formeln
Grösse
Formel
Kolbenkraft
F [daN] = p [bar] × A [cm²]
Kolbenfläche
A [cm²] = d² [mm] × π / 400
Kolbengeschwindigkeit
v [m/min] = Q [l/min] × 10 / A [cm²]
Hydraulische Leistung
P [kW] = p [bar] × Q [l/min] / 600 (kW × 1,36 = PS)
Antriebsleistung Pumpe
P [kW] = p × Q / (600 × η), η ≈ 0,85
Rohr-Innendurchmesser
d [mm] = 4,6 × √(Q [l/min] / v [m/s])
Zylinderkräfte (Kolbenseite, ohne Reibung)
Kolben-Ø mm
Fläche cm²
Kraft bei 50 bar kN
bei 100 bar kN
bei 160 bar kN
bei 200 bar kN
25
4,91
2,5≈ 250 kg
4,9≈ 500 kg
7,9≈ 810 kg
9,8≈ 1’000 kg
32
8,04
4≈ 410 kg
8≈ 820 kg
12,9≈ 1’300 kg
16,1≈ 1’600 kg
40
12,57
6,3≈ 640 kg
12,6≈ 1’300 kg
20,1≈ 2’000 kg
25,1≈ 2’600 kg
50
19,63
9,8≈ 1’000 kg
19,6≈ 2’000 kg
31,4≈ 3’200 kg
39,3≈ 4’000 kg
63
31,17
15,6≈ 1’600 kg
31,2≈ 3’200 kg
49,9≈ 5’100 kg
62,3≈ 6’400 kg
80
50,27
25,1≈ 2’600 kg
50,3≈ 5’100 kg
80,4≈ 8’200 kg
100,5≈ 10’200 kg
100
78,54
39,3≈ 4’000 kg
78,5≈ 8’000 kg
125,7≈ 12’800 kg
157,1≈ 16’000 kg
125
122,72
61,4≈ 6’300 kg
122,7≈ 12’500 kg
196,3≈ 20’000 kg
245,4≈ 25’000 kg
160
201,06
100,5≈ 10’200 kg
201,1≈ 20’500 kg
321,7≈ 32’800 kg
402,1≈ 41’000 kg
Strömungsgeschwindigkeit in Leitungen (Richtwerte)
Leitung
Geschwindigkeit m/s
Saugleitung
0,5 bis 1,5
Rücklaufleitung
2 bis 3
Druckleitung bis 100 bar
3 bis 5
Druckleitung über 100 bar
4 bis 6
Rohrverschraubungen 24° (DIN 2353 / ISO 8434-1)
Rohr-Aussen-Ø mm
Reihe L (leicht) Gewinde
Reihe S (schwer) Gewinde
6
M12 × 1,5
M14 × 1,5
8
M14 × 1,5
M16 × 1,5
10
M16 × 1,5
M18 × 1,5
12
M18 × 1,5
M20 × 1,5
15
M22 × 1,5
–
16
–
M24 × 1,5
18
M26 × 1,5
–
20
–
M30 × 2
22
M30 × 2
–
25
–
M36 × 2
28
M36 × 2
–
30
–
M42 × 2
35
M45 × 2
–
38
–
M52 × 2
42
M52 × 2
–
Einheiten
Umrechnung
1 kN
= 1000 N ≈ 102 kg
1 bar
≈ 1 kg/cm² · = 0,1 MPa = 10 N/cm² = 14,5 psi
1 MPa
= 10 bar
1 l/min
= 16,67 cm³/s
1 US-Gallone
= 3,785 l
Vor Arbeiten an der Hydraulik: Anlage drucklos machen und Druckspeicher entladen!
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Merksatz für alle: 1 bar ≈ 1 kg auf 1 cm². Ein Zylinder mit 10 cm² Kolbenfläche drückt bei 6 bar also etwa 60 kg (genau: 1 bar = 1,02 kp/cm² = 10 N/cm²). Kraft: 10 N ≈ 1 kg · 1 kN = 1000 N ≈ 100 kg · zum Kraft-Umrechner
Druckkraft = Kolbenseite, Zugkraft = Stangenseite (Ringfläche). Werte in Newton (10 N ≈ 1 kg), mit Wirkungsgrad η ≈ 0,88, gerundet.
Kolben-Ø mm
Stangen-Ø mm
3 bar Druck N
3 bar Zug N
6 bar Druck N
6 bar Zug N
12
6
30≈ 3 kg
20≈ 2 kg
60≈ 6 kg
40≈ 4 kg
16
6
50≈ 5 kg
50≈ 5 kg
110≈ 11 kg
90≈ 9 kg
20
8
80≈ 8 kg
70≈ 7 kg
170≈ 17 kg
140≈ 14 kg
25
10
130≈ 13 kg
110≈ 11 kg
260≈ 27 kg
220≈ 22 kg
32
12
210≈ 21 kg
180≈ 18 kg
420≈ 43 kg
360≈ 37 kg
40
16
330≈ 34 kg
280≈ 29 kg
660≈ 67 kg
560≈ 57 kg
50
20
520≈ 53 kg
440≈ 45 kg
1040≈ 110 kg
870≈ 89 kg
63
20
820≈ 84 kg
740≈ 75 kg
1650≈ 170 kg
1480≈ 150 kg
80
25
1330≈ 140 kg
1200≈ 120 kg
2650≈ 270 kg
2390≈ 240 kg
100
25
2070≈ 210 kg
1940≈ 200 kg
4150≈ 420 kg
3890≈ 400 kg
125
32
3240≈ 330 kg
3030≈ 310 kg
6480≈ 660 kg
6050≈ 620 kg
160
40
5310≈ 540 kg
4980≈ 510 kg
10620≈ 1’100 kg
9950≈ 1’000 kg
200
40
8290≈ 850 kg
7960≈ 810 kg
16590≈ 1’700 kg
15920≈ 1’600 kg
250
50
12960≈ 1’300 kg
12440≈ 1’300 kg
25920≈ 2’600 kg
24880≈ 2’500 kg
320
63
21230≈ 2’200 kg
20410≈ 2’100 kg
42460≈ 4’300 kg
40820≈ 4’200 kg
Formel: F [N] = p [bar] × 10 × A [cm²] × η. Stangen-Ø nach üblicher Norm-Zylinderreihe (ISO 15552 / ISO 6432); beim Hersteller prüfen. Für sichere Auslegung Zylinder nur zu ca. 50 bis 70 % der berechneten Kraft belasten.
Luftverbrauch
Grösse
Formel
Luftverbrauch pro Hub
V [l] = A [cm²] × Hub [cm] × (p [bar] + 1) / 1000
Doppeltwirkender Zylinder
Verbrauch × 2 (Hin- und Rückhub, Stangenseite etwas weniger)
Verbrauch pro Minute
Nl/min = V pro Hub × Hübe pro Minute
Beispiel: Ø 50 mm (19,6 cm²), Hub 20 cm, 6 bar: 19,6 × 20 × 7 / 1000 = 2,7 l pro Hub, doppeltwirkend ca. 5,5 l pro Doppelhub.
Ventile lesen
Angabe
Bedeutung
3/2-Wegeventil
3 Anschlüsse, 2 Schaltstellungen (z. B. für einfachwirkende Zylinder)
5 Anschlüsse, 3 Schaltstellungen; Mittelstellung gesperrt, entlüftet oder belüftet
Anschluss 1
Druckluft-Eingang (früher P)
Anschlüsse 2 und 4
Arbeitsleitungen zum Zylinder (früher A und B)
Anschlüsse 3 und 5
Entlüftung (früher R und S)
Anschlüsse 12 und 14
Steuer-Anschlüsse (schalten auf 1→2 bzw. 1→4)
Wartung und Montage
Thema
Hinweis
Wartungseinheit
Filter → Druckregler → (Öler, falls nötig). Kondensat regelmässig ablassen. Im Öler nur dünnes Pneumatik-Öl (meist VG 32) verwenden. Wer einmal ölt, muss immer ölen
Schläuche
Übliche Aussen-Ø 4, 6, 8, 10, 12 mm. Schläuche rechtwinklig abschneiden und ganz in die Steckverbindung einstecken
Geschwindigkeit
Zylinder mit Drossel-Rückschlagventil in der Abluft drosseln
Undichtheiten
Ein Leck von 1 mm bei 6 bar verliert ca. 60 bis 70 l Luft pro Minute; Lecks kosten viel Energie
Sicherheit
Vor Arbeiten Anlage drucklos machen. Nie Druckluft gegen den Körper richten
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Beispiel: IP54 = staubgeschützt und spritzwassergeschützt.
Formeln
Grösse
Formel
Ohmsches Gesetz
U = R × I
Leistung Gleichstrom
P = U × I
Leistung Drehstrom
P = √3 × U × I × cos φ
Motor-Drehmoment
M [Nm] = 9550 × P [kW] / n [1/min] mit PS: M [Nm] = 7024 × P [PS] / n [1/min]
Leistung: Was ist 1 PS, was ist 1 kW?
1 PS = 75 kg in 1 Sekunde 1 Meter hochheben. 1 kW = rund 100 kg in 1 Sekunde 1 Meter hochheben (genau 102 kg).
Beispiel für Lernende: Du wiegst 75 kg und rennst in 1 Sekunde eine Treppe 1 Meter hoch (etwa 6 Stufen). Dann leistest du genau 1 PS! Das schaffst du aber nur ein paar Sekunden. Ein Mensch leistet über längere Zeit nur etwa 100 Watt, also rund 1/7 PS. Ein Elektromotor mit 1 kW arbeitet den ganzen Tag.
Umrechnung
Wert
1 kW
= 1000 W = 1,36 PS
1 PS
= 0,7355 kW = 735,5 W
1 hp (englisch/amerikanisch)
= 0,7457 kW
1 kW
= 1,341 hp
Formel
P [W] = m [kg] × 9,81 × h [m] / t [s]
Umrechner kW ⇄ PS
Für alle, die noch in PS denken: einfach eine Zahl eingeben.
⇄
1 kW = 1,36 PS · 1 PS = 0,7355 kW
Motor-Nennströme bei 400 V (Richtwerte)
Motorleistung kW
entspricht PS
Nennstrom ca. A
0,37
0,5
1,1
0,75
1,0
1,9
1,5
2,0
3,5
2,2
3,0
4,9
3
4,1
6,5
4
5,4
8,5
5,5
7,5
11,5
7,5
10
15
11
15
22
15
20
29
22
30
42
Massgebend ist das Typenschild des Motors. Faustregel: ca. 2 A pro kW bei 400 V. Arbeiten an elektrischen Anlagen nur durch Fachpersonal!
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Drehstrom-Normmotoren (IEC) sind weltweit in den Anschlussmassen genormt. Ein Motor einer bestimmten Baugrösse passt darum auch, wenn er von einem anderen Hersteller kommt. Mit den Tabellen findet man Flansch, Welle, Fuss und Drehmoment ohne Katalog.
Merksatz: Die Baugrösse ist die Achshöhe in mm: von der Wellenmitte bis Unterkante Fuss (z. B. Baugrösse 100 = 100 mm). Mehr Pole = langsamer = mehr Drehmoment bei gleicher Leistung. Ein 4-poliger Motor hat etwa das doppelte Drehmoment eines 2-poligen Motors mit gleicher kW-Zahl.
Polzahl und Drehzahl (bei 50 Hz)
Polzahl
Synchrone Drehzahl
Nenndrehzahl ca.
Drehmoment bei 1 kW ca.
2-polig
3000 1/min
2900 1/min
3,3 Nm
4-polig
1500 1/min
1450 1/min
6,6 Nm
6-polig
1000 1/min
960 1/min
9,9 Nm
8-polig
750 1/min
720 1/min
13,3 Nm
Formel: M [Nm] = 9550 × P [kW] / n [1/min]. Bei 60 Hz (z. B. USA) dreht der Motor ca. 20 % schneller. Synchrone Drehzahl = 60 × Frequenz / Polpaarzahl.
Bauformen
Bauform
Beschreibung
IM B3
Fussmotor, liegend
IM B5
Grosser Flansch mit Durchgangslöchern (FF), ohne Füsse
IM B14
Kleiner Flansch mit Gewindelöchern (FT), ohne Füsse
IM B35
Füsse und grosser Flansch B5
IM B34
Füsse und kleiner Flansch B14
IM V1
Flansch B5, Welle nach unten (senkrecht)
Skizzen: was bedeuten die Buchstaben?
Buchstabe
Bedeutung
H
Achshöhe = Baugrösse: Wellenmitte bis Unterkante Fuss
A
Abstand der Fusslöcher quer (Stirnansicht)
B
Abstand der Fusslöcher längs (Seitenansicht)
C
Wellenbund bis Mitte erstes Fussloch
K
Durchmesser der Fusslöcher
D × E
Wellen-Durchmesser × Wellen-Länge
P
Flansch-Aussendurchmesser
M
Lochkreis (Teilkreis der Befestigungslöcher)
N
Zentrierbund-Durchmesser (Passung j6)
S
Durchgangslöcher im B5-Flansch; beim B14-Flansch Gewindelöcher
Motor-Rechner 1: Masse zur Baugrösse
Motor-Rechner 2: Drehmoment und Baugrösse aus kW und Polzahl
Anschlussmasse nach Baugrösse
Die Masse sind bei allen Herstellern gleich (IEC 60072).
Baugrösse
Welle 2-polig D × E
Welle 4- bis 8-polig D × E
Fuss A (quer)
Fuss B (längs)
C (Fuss bis Wellenbund)
K Fussloch-Ø
Flansch B5: P / M (Lochkreis) / N / Löcher
Flansch B14: P / M (Lochkreis) / N / Gewinde
56
9 × 20
9 × 20
90
71
36
5,8
FF100: 120 / 100 / 80 / 4 × 7
FT65: 80 / 65 / 50 / 4 × M5
63
11 × 23
11 × 23
100
80
40
7
FF115: 140 / 115 / 95 / 4 × 10
FT75: 90 / 75 / 60 / 4 × M5
71
14 × 30
14 × 30
112
90
45
7
FF130: 160 / 130 / 110 / 4 × 10
FT85: 105 / 85 / 70 / 4 × M6
80
19 × 40
19 × 40
125
100
50
10
FF165: 200 / 165 / 130 / 4 × 12
FT100: 120 / 100 / 80 / 4 × M6
90
24 × 50
24 × 50
140
100 (S) / 125 (L)
56
10
FF165: 200 / 165 / 130 / 4 × 12
FT115: 140 / 115 / 95 / 4 × M8
100
28 × 60
28 × 60
160
140
63
12
FF215: 250 / 215 / 180 / 4 × 15
FT130: 160 / 130 / 110 / 4 × M8
112
28 × 60
28 × 60
190
140
70
12
FF215: 250 / 215 / 180 / 4 × 15
FT130: 160 / 130 / 110 / 4 × M8
132
38 × 80
38 × 80
216
140 (S) / 178 (M)
89
12
FF265: 300 / 265 / 230 / 4 × 15
FT165: 200 / 165 / 130 / 4 × M10
160
42 × 110
42 × 110
254
210 (M) / 254 (L)
108
15
FF300: 350 / 300 / 250 / 4 × 19
–
180
48 × 110
48 × 110
279
241 (M) / 279 (L)
121
15
FF300: 350 / 300 / 250 / 4 × 19
–
200
55 × 110
55 × 110
318
305
133
19
FF350: 400 / 350 / 300 / 4 × 19
–
225
55 × 110
60 × 140
356
286 (S) / 311 (M)
149
19
FF400: 450 / 400 / 350 / 8 × 19
–
250
60 × 140
65 × 140
406
349
168
24
FF500: 550 / 500 / 450 / 8 × 19
–
280
65 × 140
75 × 140
457
368 (S) / 419 (M)
190
24
FF500: 550 / 500 / 450 / 8 × 19
–
315
65 × 140
80 × 170
508
406 (S) / 457 (M)
216
28
FF600: 660 / 600 / 550 / 8 × 24
–
Masse in mm. P = Flansch-Aussen-Ø, M = Lochkreis-Ø, N = Zentrierbund-Ø. Die Motorlänge und die Höhe des Klemmenkastens sind je nach Hersteller und Motorserie verschieden. Bei B14 gibt es für viele Baugrössen auch einen grossen B14-Flansch: im Katalog prüfen.
Leistung und Drehmoment: 2-polig (ca. 2900 1/min)
Baugrösse
kW
PS
ca. 1/min
Nennmoment ca. Nm
Welle D × E mm
56 A
0,09
0,12
2900
0,30
9 × 20
56 B
0,12
0,16
2900
0,40
9 × 20
63 A
0,18
0,24
2900
0,59
11 × 23
63 B
0,25
0,34
2900
0,82
11 × 23
71 A
0,37
0,50
2900
1,22
14 × 30
71 B
0,55
0,75
2900
1,81
14 × 30
80 A
0,75
1,02
2900
2,47
19 × 40
80 B
1,1
1,5
2900
3,62
19 × 40
90 S
1,5
2
2900
4,94
24 × 50
90 L
2,2
3
2900
7,24
24 × 50
100 L
3
4,1
2900
9,88
28 × 60
112 M
4
5,4
2900
13,2
28 × 60
132 SA
5,5
7,5
2900
18,1
38 × 80
132 SB
7,5
10,2
2900
24,7
38 × 80
160 MA
11
15
2900
36,2
42 × 110
160 MB
15
20,4
2900
49,4
42 × 110
160 L
18,5
25,2
2900
60,9
42 × 110
180 M
22
29,9
2900
72,4
48 × 110
200 LA
30
40,8
2900
98,8
55 × 110
200 LB
37
50,3
2900
122
55 × 110
225 M
45
61,2
2900
148
55 × 110
250 M
55
74,8
2900
181
60 × 140
280 S
75
102
2900
247
65 × 140
280 M
90
122,4
2900
296
65 × 140
315 S
110
149,6
2900
362
65 × 140
315 MA
132
179,5
2900
435
65 × 140
Leistung und Drehmoment: 4-polig (ca. 1450 1/min)
Baugrösse
kW
PS
ca. 1/min
Nennmoment ca. Nm
Welle D × E mm
56 A
0,06
0,08
1450
0,40
9 × 20
56 B
0,09
0,12
1450
0,59
9 × 20
63 A
0,12
0,16
1450
0,79
11 × 23
63 B
0,18
0,24
1450
1,19
11 × 23
71 A
0,25
0,34
1450
1,65
14 × 30
71 B
0,37
0,50
1450
2,44
14 × 30
80 A
0,55
0,75
1450
3,62
19 × 40
80 B
0,75
1,02
1450
4,94
19 × 40
90 S
1,1
1,5
1450
7,24
24 × 50
90 L
1,5
2
1450
9,88
24 × 50
100 LA
2,2
3
1450
14,5
28 × 60
100 LB
3
4,1
1450
19,8
28 × 60
112 M
4
5,4
1450
26,3
28 × 60
132 S
5,5
7,5
1450
36,2
38 × 80
132 M
7,5
10,2
1450
49,4
38 × 80
160 M
11
15
1450
72,4
42 × 110
160 L
15
20,4
1450
98,8
42 × 110
180 M
18,5
25,2
1450
122
48 × 110
180 L
22
29,9
1450
145
48 × 110
200 L
30
40,8
1450
198
55 × 110
225 S
37
50,3
1450
244
60 × 140
225 M
45
61,2
1450
296
60 × 140
250 M
55
74,8
1450
362
65 × 140
280 S
75
102
1450
494
75 × 140
280 M
90
122,4
1450
593
75 × 140
315 S
110
149,6
1450
724
80 × 170
315 MA
132
179,5
1450
869
80 × 170
Leistung und Drehmoment: 6-polig (ca. 960 1/min)
Baugrösse
kW
PS
ca. 1/min
Nennmoment ca. Nm
Welle D × E mm
63 B
0,12
0,16
960
1,19
11 × 23
71 A
0,18
0,24
960
1,79
14 × 30
71 B
0,25
0,34
960
2,49
14 × 30
80 A
0,37
0,50
960
3,68
19 × 40
80 B
0,55
0,75
960
5,47
19 × 40
90 S
0,75
1,02
960
7,46
24 × 50
90 L
1,1
1,5
960
10,9
24 × 50
100 L
1,5
2
960
14,9
28 × 60
112 M
2,2
3
960
21,9
28 × 60
132 S
3
4,1
960
29,8
38 × 80
132 MA
4
5,4
960
39,8
38 × 80
132 MB
5,5
7,5
960
54,7
38 × 80
160 M
7,5
10,2
960
74,6
42 × 110
160 L
11
15
960
109
42 × 110
180 L
15
20,4
960
149
48 × 110
200 LA
18,5
25,2
960
184
55 × 110
200 LB
22
29,9
960
219
55 × 110
225 M
30
40,8
960
298
60 × 140
250 M
37
50,3
960
368
65 × 140
280 S
45
61,2
960
448
75 × 140
280 M
55
74,8
960
547
75 × 140
315 S
75
102
960
746
80 × 170
315 MA
90
122,4
960
895
80 × 170
Leistung und Drehmoment: 8-polig (ca. 720 1/min)
Baugrösse
kW
PS
ca. 1/min
Nennmoment ca. Nm
Welle D × E mm
71 A
0,09
0,12
720
1,19
14 × 30
71 B
0,12
0,16
720
1,59
14 × 30
80 A
0,18
0,24
720
2,39
19 × 40
80 B
0,25
0,34
720
3,32
19 × 40
90 S
0,37
0,50
720
4,91
24 × 50
90 L
0,55
0,75
720
7,30
24 × 50
100 LA
0,75
1,02
720
9,95
28 × 60
100 LB
1,1
1,5
720
14,6
28 × 60
112 M
1,5
2
720
19,9
28 × 60
132 S
2,2
3
720
29,2
38 × 80
132 M
3
4,1
720
39,8
38 × 80
160 MA
4
5,4
720
53,1
42 × 110
160 MB
5,5
7,5
720
73,0
42 × 110
160 L
7,5
10,2
720
99,5
42 × 110
180 L
11
15
720
146
48 × 110
200 L
15
20,4
720
199
55 × 110
225 S
18,5
25,2
720
245
60 × 140
225 M
22
29,9
720
292
60 × 140
250 M
30
40,8
720
398
65 × 140
280 S
37
50,3
720
491
75 × 140
280 M
45
61,2
720
597
75 × 140
315 S
55
74,8
720
730
80 × 170
315 MA
75
102
720
995
80 × 170
Leistungszuordnung nach Norm (EN 50347). Das Nennmoment ist mit der typischen Nenndrehzahl gerechnet und daher ein Richtwert; der genaue Wert steht auf dem Typenschild. Das Anlaufmoment ist meist 2- bis 3-mal grösser als das Nennmoment.
Stern oder Dreieck?
Typenschild
Am Netz 400 V schalten in
Hinweis
230 / 400 V
Stern (Y)
Übliche kleine Motoren bis ca. 3 bis 4 kW
400 / 690 V
Dreieck (Δ)
Grössere Motoren; Stern-Dreieck-Anlauf möglich
Stern-Dreieck-Anlauf
Anlauf in Stern, dann Dreieck
Nur bei Motoren 400 / 690 V. Anlaufstrom und -moment ca. 1/3
Drehrichtung ändern: zwei der drei Aussenleiter (L1, L2, L3) tauschen. Arbeiten am Klemmenkasten nur spannungsfrei und durch Fachpersonal. Motor-Nennströme siehe Kapitel Elektro.
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Zusatzzahl: klein (z. B. P10) = verschleissfest, für hohe Schnittgeschwindigkeit; gross (z. B. P40) = zäh, für unterbrochene Schnitte.
Wendeschneidplatten lesen (ISO 1832), Beispiel CNMG 12 04 08
Stelle
Beispiel
Bedeutung
1
C
Plattenform: C = Rhombus 80°, D = Rhombus 55°, S = Quadrat, T = Dreieck, V = Rhombus 35°, W = Trigon, R = rund
2
N
Freiwinkel: N = 0° (negativ), B = 5°, C = 7°, P = 11°
3
M
Toleranzklasse der Platte
4
G
Befestigung und Spanbrecher: G = Loch, Spanbrecher beidseitig; M = Loch, einseitig; T = Senkloch; A = Loch ohne Spanbrecher
5
12
Schneidenlänge in mm
6
04
Plattendicke in mm
7
08
Eckenradius: 04 = 0,4 mm, 08 = 0,8 mm, 12 = 1,2 mm
Spannzylinder und Spannkraft
Grösse
Formel / Hinweis
Spannkraft Zylinder
F [daN] = p [bar] × A [cm²] × η (η ≈ 0,9)
Zugseite (Ringfläche)
A = (D² − d²) × π / 400, D = Kolben, d = Kolbenstange in mm
Spannfutter
Spannkraft nimmt mit der Drehzahl ab (Fliehkraft). Höchstdrehzahl des Futters nie überschreiten
Kontrolle
Spannkraft regelmässig mit Spannkraftmesser prüfen, Futter schmieren
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Welchen Spindelkopf hat die Drehmaschine? Das muss man wissen, bevor man ein Futter, einen Futterflansch oder eine Planscheibe bestellt. Hier stehen alle üblichen Arten mit den Massen. Am Schluss hilft ein Rechner, die Grösse aus den gemessenen Werten zu finden.
Schrauben von vorne durch das Futter in den Spindelflansch. A2 = ein Lochkreis, A1 = zusätzlich ein innerer Lochkreis
Bajonett
DIN 55027, ISO 702-3
1:4
Stiftschrauben mit Muttern am Futter, hinten am Spindelflansch ein drehbarer Ring mit Langlöchern. Einstecken, Ring drehen, Muttern anziehen
Camlock D1
DIN 55029, ISO 702-2
1:4
Bolzen im Futter, in der Spindel Exzenter (Nocken). Mit dem Vierkant- bzw. Sechskantschlüssel drehen, bis die Markierung stimmt
Langkegel Typ L
American Long-Nose Taper (ASA B5.9)
3,5" pro Fuss
Futter auf den langen Kegel mit Passfeder, dann grosse Überwurfmutter mit dem Hakenschlüssel anziehen
Gewindespindel (alt)
verschieden, oft Zoll
kein Kegel
Futter direkt auf das Spindelgewinde geschraubt. Achtung: kann sich beim Bremsen oder im Linkslauf lösen
Wichtig zu wissen: Alle Kurzkegel (DIN 55021, 55026, 55027 und 55029) haben den gleichen Kegel 1:4 und pro Grösse den gleichen Kegel-Ø. Sie unterscheiden sich nur in der Befestigung. Die Grösse (3, 4, 5, 6, 8, 11 …) ist ungefähr der Kegel-Ø in Zoll.
Die Zapfen: Schrauben, Stiftschrauben und Camlock-Bolzen
So sehen die Befestigungen im Schnitt aus (nach den WIAP-Skizzen im Blatt Wi_8_f_19_m30). Links ist immer die Spindel, rechts das Futter.
Der Unterschied in einem Satz: • Form A: nur Schrauben, von vorne durch das Futter. Sie sitzen auf dem gleichen Lochkreis, wo beim Camlock die Zapfen hineingehen. • Bajonett: Zapfen im Futter + Drehring hinten am Spindelflansch. • Camlock: Zapfen im Futter + Querschraube (Exzenter) in der Spindel, die in die Kerbe vom Zapfen greift.
Art
Zapfen / Schraube
Worauf achten
Form A
Zylinderschrauben (Innensechskant), Gewinde im Spindelflansch: Grösse 5 M10, 6 M12, 8 M16, 11 M20, 15 und 20 M24, 28 M30
Nur hochfeste Schrauben in der Festigkeit, die der Futterhersteller vorgibt. Über Kreuz anziehen, Anzugsmoment nach Futterhersteller
Bajonett
Stiftschrauben mit Mutter, fest im Futter eingeschraubt. Hinten am Spindelflansch ein drehbarer Bajonettring mit Langlöchern
Futter aufsetzen, Ring drehen, bis die Zapfen gehalten sind, dann über Kreuz festziehen. Stiftschrauben müssen gleich weit herausstehen
Camlock
Camlock-Bolzen mit Kerbe, im Futter eingeschraubt und mit einer Sicherungsschraube gehalten. In der Spindel Exzenter (Nocken) mit Vierkant
Exzenter mit dem Vierkantschlüssel drehen. Die Markierung am Exzenter muss im geschlossenen Zustand zwischen den zwei Marken an der Spindel stehen. Steht sie ausserhalb, Bolzen nachstellen (Sicherungsschraube lösen, Bolzen eine Umdrehung rein oder raus). Bolzen nicht zwischen Futtern tauschen
Langkegel L
Keine Zapfen: Passfeder auf dem Kegel und grosse Überwurfmutter
Kegel und Mutter sauber, Mutter mit dem Hakenschlüssel fest anziehen
Kurzkegel 1:4: Masse pro Grösse
Grösse
D Kegel-Ø mm (an der Planfläche)
Lochkreis mm (A2, Bajonett, Camlock)
innerer Lochkreis A1 mm
Schraube Form A
Anzahl Bajonett
Anzahl Camlock
3
53,975
70,6
–
–
3
3
4
63,513
82,6
–
–
3
3
5
82,563
104,8
61,5 ⚠
M10
4
6
6
106,375
133,4
82,6
M12
4
6
8
139,719
171,4
111,1
M16
4
6
11
196,869
235,0
165,1
M20
6
6
15
285,775
330,2
247,6
M24
–
6
20
412,775
463,6
368,3
M24
–
6
28
584,225
647,7
–
M30
–
–
Toleranz von D: Kleinstmass wie in der Tabelle, Grösstmass etwa 0,013 bis 0,027 mm grösser. Bei Grösse 3 und 4 sind die Lochkreise nur für Bajonett und Camlock genormt. Die Anzahl Schrauben bei Form A hängt vom Futter ab (meist 3, 4 oder 6): am Futter zählen. Gelb mit ⚠ = noch zu klären.
Achtung bei alten Unterlagen: In alten Tabellen und Katalogen sind bei den Grössen 8, 15 und 20 oft der äussere und der innere Lochkreis vermischt (z. B. 368,3 mm bei Grösse 20: Das ist der innere Lochkreis A1, der äussere ist 463,6 mm). Darum immer beide Lochkreise am Teil nachmessen.
Langkegel Typ L (American Long-Nose Taper)
Der Langkegel L00 bis L3 war vor der Camlock-Zeit an vielen amerikanischen und europäischen Drehmaschinen. Er hat einen langen Kegel mit Passfeder und eine grosse Überwurfmutter mit Zollgewinde. Unsere eigene Werkstattmaschine, eine Angelini AVM 165, hat laut Betriebsanleitung die Spindelnase L00 (auf Wunsch gab es sie auch mit Camlock).
Grösse
B grösster Kegel-Ø mm
A Mutter-Gewinde (UNS)
Gewinde-Ø / Steigung mm
C Kegellänge mm
Mutterfläche bis Flanschfläche mm
Passfeder Breite mm
Passfeder Länge mm
Passfeder Höhe F mm
L00
69,850
3 3/4" – 6 Gg
95,25 / 4,23
50,80
14,3 / 16,7 ⚠
9,53
38,1
34,80
L0
82,550
4 1/2" – 6 Gg
114,30 / 4,23
60,33
15,9 / 17,5 ⚠
9,53
44,45
41,15
L1
104,775
6" – 6 Gg
152,40 / 4,23
73,03
19,1
15,88
60,32
52,26
L2
133,350
7 3/4" – 5 Gg
196,85 / 5,08
85,73
25,4
19,05
73,2
66,55
L3
165,100
10 3/8" – 4 Gg
263,53 / 6,35 ⚠
98,43
28,6 / 27,0 ⚠
25,40
82,55
82,42
Kegel 3,5 Zoll pro Fuss, das heisst Kegelwinkel 16°35'40", Halbwinkel 8°17'50". Gg = Gänge pro Zoll. ⚠ Mutterfläche bis Flanschfläche: In den WIAP-Unterlagen und in anderen Quellen stehen bei L00, L0 und L3 zwei verschiedene Werte, noch zu klären. ⚠ L3: 10 3/8 Zoll = 263,53 mm (im alten WIAP-Blatt stand 259,5).
Warnung: Einige europäische Hersteller haben nur den Kegel vom Typ L übernommen. Das Gewinde der Mutter und manchmal auch die Passfeder sind metrisch. Beispiel: Bei einer Maschine von Meuser mit L0 soll die Mutter M115 × 3 haben statt normal 114,3 mm mit 4,23 mm Steigung (4 1/2" – 6 Gg). Darum immer Gewinde-Ø, Steigung, Kegellänge und Passfeder messen, bevor man bestellt.
Erkennen und messen in 4 Schritten
Schritt
Was tun
1. Befestigung anschauen
Schrauben von vorne durch das Futter → Form A. Drehbarer Ring hinten am Spindelflansch → Bajonett. Vierkant-Löcher am Spindelumfang → Camlock. Grosse Ringmutter mit Nuten und Passfeder → Langkegel L. Gewinde auf der Spindel → Gewindespindel
2. Kegel-Ø messen
Am grossen Ende des Kegels, direkt an der Planfläche. Wenn man weiter vorne misst, ist der Wert kleiner: Bei Kegel 1:4 wird der Ø pro 4 mm Länge 1 mm kleiner
3. Lochkreis messen
Bei gerader Anzahl Löcher: Mitte bis Mitte von zwei gegenüberliegenden Löchern = Lochkreis. Sonst den Abstand von zwei Nachbarlöchern messen und den Rechner unten nehmen
4. Schrauben und Gewinde
Anzahl Schrauben oder Bolzen zählen, Gewinde messen (metrisch oder Zoll?)
Spindelnasen-Finder
Gemessenen Kegel-Ø eingeben. Wenn möglich auch die Anzahl Löcher und den Abstand von zwei Nachbarlöchern (Mitte bis Mitte), dann rechnet der Finder den Lochkreis aus.
Formel Lochkreis: LK = Abstand ÷ sin(180° ÷ Anzahl Löcher). Bei 3 Löchern: Abstand ÷ 0,866, bei 4 Löchern: Abstand × 1,414, bei 6 Löchern: Abstand × 2.
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Zentrierbohrungen nach ISO 6411 / DIN 332-1, Senkwinkel 60°.
Bohrungs-Ø d mm
Form A: Senk-Ø mm
Form B: Schutzsenkung-Ø mm
1
2,12
3,15
1,25
2,65
4
1,6
3,35
5
2
4,25
6,3
2,5
5,3
8
3,15
6,7
10
4
8,5
12,5
5
10,6
16
6,3
13,2
18
8
17
22,4
10
21,2
28
Form
Beschreibung
A
60°-Senkung ohne Schutzsenkung, Standard
B
60°-Senkung mit 120°-Schutzsenkung, schützt die Zentrierung vor Beschädigung
R
Gewölbte Laufbahn, bessere Lage auf der Spitze, für genaue Teile
Zeichnungsangabe z. B. «ISO 6411-A2,5/5,3». Zentrierbohrer vor dem Bohren genau auf Mitte setzen, mit hoher Drehzahl und kleinem Vorschub arbeiten.
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Die richtige Wendeschneidplatte und ein stabil gespannter Drehmeissel entscheiden über Oberfläche, Massgenauigkeit und Standzeit.
Merksatz:Kurz und stabil spannen, Schneide genau auf Drehmitte, und die Platte passend zur Arbeit wählen: grosser Eckenwinkel und Radius zum Schruppen, spitze Platte und kleiner Radius zum Schlichten und Kopieren.
Wendeplattenformen
◄ stabiler, für Schruppenspitzer, besser zugänglich, für Kopieren ►
So sitzen die Platten im Halter: die Freistellwinkel
– – – Planfläche (Stirnseite)– – – Drehfläche (Durchmesser)Ansicht von oben, Spitze nach unten wie bei einer Schrägbettmaschine
Was zeigen die kleinen Winkel? Die Schneiden dürfen weder an der Planfläche noch an der fertigen Drehfläche reiben. Darum stehen sie um einen kleinen Winkel frei: • C-Platte (80°) im 95°-Halter: 5° zur Planfläche und 5° zur Drehfläche. Ideal für Längs- und Plandrehen bis in die Ecke. • T-, D- und V-Platte im 93°-Halter: 3° zur Planfläche und je nach Platte 27°, 32° oder 52° zur Drehfläche. Je spitzer die Platte, desto mehr Platz zum Kopieren und Hinterdrehen.
Begriff
Wo
Bedeutung
Freistellwinkel
Ansicht von oben (Zeichnung oben)
Abstand der Schneiden zur Plan- und Drehfläche, damit nichts reibt. Ergibt sich aus Halter-Einstellwinkel und Plattenform
Freiwinkel
Ansicht von der Seite (unter der Schneide)
Ist im 2. Buchstaben der Platte: N = 0° (negativ), B = 5°, C = 7°, P = 11°. Eine negative Platte bekommt ihren Freiwinkel erst durch das Neigen im Halter (ca. 6°)
Einstellwinkel
Ansicht von oben
Winkel der Hauptschneide zur Vorschubrichtung, im Halter festgelegt (z. B. L = 95°, J = 93°)
Bezeichnung lesen (ISO 1832) mit 4 Beispielen
Stelle
Bedeutung
CNMM 120408
DNMG 150408
VBMT 160402
TNMG 160412
1
Plattenform
C = 80°
D = 55°
V = 35°
T = 60°
2
Freiwinkel
N = 0° (negativ)
N = 0° (negativ)
B = 5° (positiv)
N = 0° (negativ)
3
Toleranzklasse
M
M
M
M
4
Loch und Spanbrecher
M = Loch, Spanbrecher einseitig
G = Loch, Spanbrecher beidseitig
T = Senkloch, Spanbrecher einseitig
G = Loch, Spanbrecher beidseitig
5
Schneidenlänge mm
12
15
16
16
6
Plattendicke mm
04 = 4,76
04 = 4,76
04 = 4,76
04 = 4,76
7
Eckenradius mm
08 = 0,8
08 = 0,8
02 = 0,2
12 = 1,2
Nach den 7 Stellen folgt oft ein Hersteller-Zeichen für den Spanbrecher (z. B. -PM, -MF). Die Dicke «04» bedeutet 4,76 mm (3/16 Zoll). Weitere Erklärungen siehe Kapitel «Spanntechnik und Schneidstoffe».
Negative oder positive Platte?
Negativ (Freiwinkel N = 0°)
Positiv (Freiwinkel B, C, P)
Schneide
Sehr stabil, auf beiden Seiten nutzbar (doppelt so viele Ecken)
Scharf, leichter Schnitt, nur eine Seite nutzbar
Schnittkraft
Höher
Kleiner
Gut für
Schruppen, grosse Spantiefen, stabile Maschinen
Schlichten, schlanke Teile, Innendrehen, kleine Maschinen
Eckenradius und Oberfläche
Die Rautiefe hängt vor allem vom Vorschub f und vom Eckenradius r ab: Rt ≈ f² / (8 × r). Doppelter Vorschub ergibt die vierfache Rautiefe!
Vorschub f mm/U
r = 0,4
r = 0,8
r = 1,2
r = 1,6
0,1
3,1
1,6
1,0
0,8
0,15
7,0
3,5
2,3
1,8
0,2
13
6,3
4,2
3,1
0,25
20
9,8
6,5
4,9
0,3
28
14
9,4
7,0
0,4
50
25
17
13
Werte: theoretische Rautiefe Rt in µm. Ra ist etwa Rt / 4. Faustregel: Vorschub höchstens ca. die Hälfte des Eckenradius (Schlichten) bzw. bis zum Eckenradius (Schruppen). Kleiner Radius gibt weniger Vibrationen bei schlanken Teilen.
Drehmeissel-Halter lesen (ISO 5608), Beispiel PCLNR 2525 M12
Teil
Beispiel
Bedeutung
Klemmung
P
Hebelklemmung über das Loch (weitere: C = Klemmfinger oben, M = Finger und Loch, S = Schraube)
Plattenform
C
Für Platte C (80°)
Einstellwinkel
L
95°, Längs- und Plandrehen (weitere: J = 93°, K = 75°, S = 45°)
Freiwinkel Platte
N
Für negative Platte
Ausführung
R
Rechts (L = links, N = neutral)
Schaft
2525
Schafthöhe 25 mm × Schaftbreite 25 mm
Länge
M
150 mm
Schneidenlänge
12
Passend für Platte CNMG 12…
Schneide auf Drehmitte
Die Schneidenspitze muss genau auf der Drehmitte stehen (Toleranz ca. ± 0,1 mm).
Beim Plandrehen bleibt in der Mitte ein Zapfen stehen, Platte kann brechen
Prüfen: Mit der Reitstockspitze vergleichen oder eine Plan-Probe drehen; bleibt in der Mitte ein Zapfen stehen, steht die Schneide zu tief. Unterlagen nur aus geschliffenem Stahl, nie mehrere dünne Bleche.
Bohrstangen und Innendrehen: wie weit darf man auskragen?
Merksatz: Die Auskraglänge wird in «× Bohrstangen-Durchmesser (BD)» angegeben. Immer die dickste mögliche Bohrstange und die kürzeste mögliche Auskragung wählen.
Bohrstange
Max. Auskragung ca.
Massive Stahlbohrstange
bis 4 × BD
Hartmetall-Bohrstange
bis 6 × BD
Stahl, schwingungsgedämpft, kurz
4 bis 7 × BD
Stahl, schwingungsgedämpft, lang
7 bis 10 × BD
Hartmetallverstärkt, schwingungsgedämpft
10 bis 14 × BD
Beispiel: Bohrstange Ø 32 mm aus Stahl: höchstens ca. 4 × 32 = 128 mm herausstehen lassen. Für Innendrehen positive Platten mit kleinem Eckenradius wählen und das Kühlmittel durch die Bohrstange führen, damit die Späne herauskommen.
Probleme beim Drehen und was hilft
Problem
Mögliche Ursache
Was tun
Vibrationen, Rattern
Zu lange Auskragung, zu grosser Eckenradius, zu kleiner Vorschub
Schnittgeschwindigkeit senken, passende ISO-Gruppe wählen (P, M, K, N, S, H)
Schnittgeschwindigkeiten und Drehzahlrechner siehe Kapitel Zerspanung.
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Ein einfacher Überblick über die wichtigsten Fräswerkzeuge. Weitere Unterkapitel folgen.
Merksatz: Fräser so kurz wie möglich spannen und auf guten Rundlauf achten. Auf CNC-Maschinen meist im Gleichlauf fräsen, auf alten Maschinen mit Spiel in der Spindel im Gegenlauf. Für Aluminium wenige Schneiden (viel Platz für Späne), für Stahl mehr Schneiden.
Die wichtigsten Fräser
Fräser
Wofür
Schaftfräser 2 Schneiden
Nuten, Taschen, Eintauchen (über Mitte schneidend), Aluminium
Schaftfräser 3 bis 4 Schneiden
Seiten- und Nutenfräsen in Stahl, Schlichten
Schaftfräser 5 bis 6 und mehr Schneiden
Schlichten, harte Werkstoffe, hohe Vorschübe
Torusfräser (Eckenradius)
Taschen mit Radius im Grund, stabile Ecken, Schruppen
Kugelfräser
3D-Formen, Rundungen, Kopierfräsen
Planfräser / Messerkopf
Grosse ebene Flächen, mit Wendeplatten; Einstellwinkel 45° (ruhig) oder 90° (bis an die Schulter)
Eckfräser 90°
Absätze und Schultern mit Wendeplatten
Scheibenfräser
Tiefe, schmale Nuten, Schlitze
T-Nutenfräser
T-Nuten in Maschinentischen
Schwalbenschwanzfräser
Schwalbenschwanzführungen
Fasenfräser (z. B. 90°)
Fasen und Entgraten
Gewindefräser
Innen- und Aussengewinde auf CNC (Zirkularfräsen)
Gleichlauf oder Gegenlauf?
Fräser dreht im Uhrzeigersinn (grüner Pfeil). Grau = Werkstück, die tiefere Fläche ist schon gefräst. Gleichlauf: Die Zähne treten oben in das Material ein und laufen nach unten (Span beginnt dick). Gegenlauf: Die Zähne treten unten ein und laufen nach oben (Span beginnt dünn, die Schneide reibt zuerst).
Gleichlauf
Gegenlauf
Bewegung
Schneide und Vorschub laufen in gleicher Richtung
Schneide läuft gegen den Vorschub
Span
Beginnt dick, endet dünn
Beginnt dünn, endet dick
Vorteile
Bessere Oberfläche, längere Standzeit, weniger Wärme
Funktioniert auch mit Spiel in der Vorschubspindel
Wann
CNC-Maschinen mit spielfreiem Kugelgewindetrieb
Alte, konventionelle Maschinen mit Trapezspindel; harte Gusshaut
Achtung: Im Gleichlauf auf einer Maschine mit Spiel kann der Fräser das Werkstück oder den Tisch «hineinziehen». Das ist gefährlich und kann den Fräser zerbrechen.
Fräs-Rechner
Formeln
Grösse
Formel
Drehzahl
n [1/min] = vc × 1000 / (π × D)
Vorschubgeschwindigkeit
vf [mm/min] = fz × z × n
Vorschub pro Zahn
fz [mm] = vf / (z × n)
Richtwerte für Vollhartmetall-Schaftfräser
Werkstoff
vc m/min
fz bei Ø 6 mm
fz bei Ø 10 mm
fz bei Ø 16 mm
fz bei Ø 20 mm
Baustahl
120 bis 180
0,03
0,05
0,07
0,08
Vergütungsstahl
80 bis 140
0,025
0,04
0,06
0,07
Rostfreier Stahl
50 bis 90
0,02
0,035
0,05
0,06
Grauguss
100 bis 160
0,03
0,05
0,07
0,08
Aluminium
300 bis 600
0,04
0,07
0,10
0,12
Richtwerte für Seitenfräsen mit mittlerer Schnittbreite. Beim Nutenfräsen (volle Breite) Vorschub um ca. 30 % senken. HSS-Fräser: Schnittgeschwindigkeit ca. 1/4 bis 1/3 davon. Die Angaben des Werkzeugherstellers haben Vorrang.
Spannen
Aufnahme
Eigenschaften
Spannzange (z. B. ER)
Vielseitig, guter Rundlauf, für viele Durchmesser
Weldon-Aufnahme
Spannschraube auf Spannfläche am Schaft, sehr fest, Fräser kann nicht herausrutschen; Rundlauf mittel
Schrumpffutter
Sehr guter Rundlauf und Halt, für hohe Drehzahlen; braucht Schrumpfgerät
Hydrodehnspannfutter
Sehr guter Rundlauf, dämpft Vibrationen, gut zum Schlichten
Probleme beim Fräsen und was hilft
Problem
Was tun
Rattern, Vibrationen
Kürzer spannen, Drehzahl ändern, kleinere Schnittbreite, Fräser mit ungleicher Teilung
Fräser bricht
Vorschub pro Zahn senken, Späne besser abführen (Luft, Kühlmittel), Gegenlauf auf alten Maschinen
Späne verstopfen (Alu)
Weniger Schneiden, polierte Spannuten, viel Kühlmittel oder Luft
Schlechte Oberfläche
Gleichlauf, schärfere Schneide, Rundlauf prüfen, Schlichtzugabe klein und gleichmässig
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
vf [mm/min] = f [mm/U] × n (Fräsen: fz × Zähne × n)
Schnittkraft
Fc [N] = ap [mm] × f [mm] × kc [N/mm²]
Schnittleistung
Pc [kW] = Fc [N] × vc [m/min] / 60 000 (kW × 1,36 = PS)
Motorleistung
P = Pc / η, η ≈ 0,7 bis 0,85
Schnittgeschwindigkeit Drehen (Richtwerte m/min)
Werkstoff
Hartmetall beschichtet
HSS
Baustahl (S235, S355)
180 bis 300
25 bis 35
Vergütungsstahl (C45, 42CrMo4)
150 bis 250
20 bis 30
Rostfreier Stahl
120 bis 200
10 bis 20
Grauguss
150 bis 300
15 bis 25
Aluminium
300 bis 1000
60 bis 150
Messing
200 bis 400
50 bis 100
Spezifische Schnittkraft (Richtwerte)
Werkstoff
kc1.1 N/mm²
mc
kc bei h = 0,2 mm, ca. N/mm²
S235JR (St 37)
1780
0,17
2340
C45
2220
0,14
2780
42CrMo4
2500
0,26
3800
16MnCr5
2100
0,26
3190
Rostfreier Stahl (1.4301)
2350
0,21
3290
Grauguss GG 25
1160
0,26
1760
Messing
780
0,18
1040
Aluminium
700
0,25
1050
kc = kc1.1 / h^mc, h = Spanungsdicke (beim Drehen ≈ Vorschub f). Die Werte sind Richtwerte; die Angaben des Werkzeugherstellers haben Vorrang.
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
MEMV® (Metallentspannen mit Vibration) ist das Verfahren der WIAP zum Abbau von Eigenspannungen in Bauteilen durch gezielte Schwingungen. Es ist die Weiterentwicklung des bekannten VSR-Verfahrens (Vibratory Stress Relief). Weitere Informationen: WIAP MEMV.
Merksatz: Eigenspannungen entstehen beim Schweissen, Giessen, Brennschneiden und Zerspanen. Werden sie nicht abgebaut, verzieht sich das Bauteil später – oft erst nach der Bearbeitung. Beim Vibrationsentspannen wird das Bauteil mit einem Unwuchtmotor (Anreger) in Schwingung versetzt. Dadurch können sich Spannungen abbauen bzw. lösen.
VSR und MEMV: der Unterschied
VSR (bisherige Anlagen)
WIAP MEMV®
Anregungsrichtung
Meist eine Richtung, manuell
Mit manueller Drehplatte bis 4 Richtungen, als Vollautomat 4 oder 8 Richtungen
Messung
Manuelle Beurteilung
Automatische Erfassung von G-Wert, Ampere und Drehzahl, vor und nach der Behandlung, pro Richtung
Dokumentation
Von Hand
Automatisches Protokoll mit Vorher-Nachher-Vergleich
Warum mehrere Richtungen? Die physikalische Erklärung
Jedes Bauteil hat seine eigenen Eigenschwingformen – ähnlich wie eine Gitarrensaite oder eine Glocke ihre Töne hat. Eine Platte kann zum Beispiel der Länge nach durchbiegen, der Breite nach durchbiegen oder sich verdrehen (Torsion). Jede Schwingform hat Zonen, in denen das Material stark hin und her gedehnt wird, und Zonen, in denen fast nichts passiert (Schwingungsknoten).
Das Prinzip in drei Sätzen: 1. Die Anregungsrichtung bestimmt, welche Schwingformen angeregt werden – eine Kraft in Längsrichtung regt andere Formen an als eine Kraft quer oder schräg. 2. Spannungen können sich vor allem dort abbauen, wo die Wechselbeanspruchung aus der Schwingung zusammen mit der vorhandenen Eigenspannung lokal genügend gross wird, sodass sich das Gefüge im kleinen Bereich «setzen» kann. 3. Andere Richtung = andere Schwingform = andere Zonen. Darum erreicht MEMV mit 4 oder 8 Richtungen mehr Bereiche im Bauteil als eine Anregung aus nur einer Richtung.
Vereinfachte Darstellung: Die farbigen Flächen sind Zonen mit hoher Wechselbeanspruchung bei der jeweiligen Anregungsrichtung (Pfeil). Die tatsächliche Verteilung hängt von Form, Grösse, Einspannung und Drehzahl ab.
Automat mit 8 Richtungen: Die 4 Zusatzrichtungen liegen genau zwischen den Grundrichtungen. Sie regen weitere Mischformen an und erreichen so die Bereiche zwischen den Zonen der Richtungen 0°, 45°, 90° und 135°.
Vereinfachte Darstellung wie oben. Je mehr Richtungen, desto gleichmässiger wird das Bauteil erfasst – darum erzielt der Automat mit 8 Richtungen noch bessere Resultate.
Anregung
Typische Schwingform (vereinfacht)
Wo stark beansprucht
Längs (0°)
Biegung über die Länge
Querbänder über die Breite
Quer (90°)
Biegung über die Breite
Längsbänder entlang der Länge
Schräg 45°
Verdrehung (Torsion) und Mischformen
Ecken oben links und unten rechts, Mitte
Schräg 135° (Gegen-Diagonale zu 45°)
Verdrehung in die andere Richtung
Ecken oben rechts und unten links, Mitte
Zwischenrichtungen (22,5°, 67,5°, 112,5°, 157,5°)
Weitere Mischformen
Bereiche zwischen den obigen Zonen
Warum zeigen das die Messwerte? Löst sich in einer Richtung Spannung, verändert sich das Schwingverhalten des Bauteils in genau dieser Richtung: Es lässt sich leichter anregen. Darum wird für jede Richtung einzeln vorher und nachher gemessen – die Verschiebung von G-Wert, Ampere und Drehzahl zeigt, wo sich etwas verändert hat.
Vereinfachte Modellvorstellung zur Erklärung. Wie stark Spannungen abgebaut werden, hängt von Werkstoff, Bauteilform, Eigenspannungszustand und Behandlungsparametern ab.
Die drei Messwerte und was sie bedeuten
Messwert
Was wird gemessen
Veränderung während der Behandlung
G-Wert
Beschleunigungsamplitude der Schwingung am Bauteil (in g)
G-Wert steigt → die Übertragung der Schwingung auf das Bauteil verändert sich, Spannungen haben sich gelöst
Ampere
Stromaufnahme des Anregermotors (Motorleistung)
Ampere sinkt → der Anreger wird durch das Bauteil weniger belastet
Drehzahl
Drehzahl des Unwuchtmotors (Anreger)
Drehzahl steigt → die Bauteilverspannung bremst den Anreger weniger stark
WIAP-Praxis: so läuft eine MEMV-Behandlung
Das Bauteil wird nacheinander aus mehreren Richtungen angeregt. Dazu dreht man den Anreger auf dem Drehring in die nächste Stellung – beginnend links und immer im Uhrzeigersinn.
Der Schlüssel zu einer guten MEMV-Entspannung: die Befestigung des Anregers! Nur wenn der Anreger sehr fest mit dem Bauteil verbunden ist, wird die Schwingung voll ins Bauteil übertragen. Sitzt er zu locker, kann er auf dem Bauteil arbeiten, «springen» oder Schläge machen – die Energie geht verloren und die Resultate werden schlecht. • WIAP-Praxis: in der Regel mit 4 Gewindestangen M24, jede mit ca. 17 Tonnen Klemmkraft – zusammen also rund 68 Tonnen, die den Anreger auf das Bauteil drücken. Beim V50 und grösser mit 4 × M36. • Schrauben immer fetten (geschmiert) und mit hohem Anziehdrehmoment anziehen – es braucht Kraft! Werte siehe Anziehdrehmomente, Tabelle «geschmiert». • Nach den ersten Minuten und vor jeder neuen Richtung die Schrauben kontrollieren und nachziehen.
Start ist links (Richtung 1), gedreht wird immer im Uhrzeigersinn (roter Pfeil). Beim Automaten geht es nach Richtung 5 mit den Richtungen 6, 7 und 8 wieder zurück (blauer Pfeil, CCW) und füllt die Lücken dazwischen. Die Zahl im Kreis ist die Reihenfolge. Grün = die 4 Grundrichtungen, blau = die 4 Zusatzrichtungen beim Automaten. 180° ist die gleiche Schwingungsachse wie 0°, darum genügt ein halber Kreis.
Wichtig für die Auswertung: Richtung 1 (0°) zeigt immer zur langen Seite der Aufspannplatte, und es wird immer im Uhrzeigersinn weitergedreht. So bedeuten die Richtungen in jedem Protokoll das Gleiche, und die Protokolle verschiedener Bauteile und Behandlungen lassen sich später gut vergleichen und auswerten.
Reihenfolge
Handdrehring
Drehen
Automatischer Drehring
Drehen
1
0°
Start
0° (lange Seite)
Start
2
45°
↻ CW
45°
↻ CW
3
90°
↻ CW
90°
↻ CW
4
135°
↻ CW
135°
↻ CW
5
–
157,5° (22,5° weniger als 180°)
↻ CW
6
–
112,5° (22,5° mehr als 90°)
↺ CCW
7
–
67,5° (22,5° weniger als 90°)
↺ CCW
8
–
22,5° – dann ist die Behandlung fertig
↺ CCW
CW (clockwise) = im Uhrzeigersinn ↻ · CCW (counter clockwise) = gegen den Uhrzeigersinn ↺. Beim Automaten wird bis Richtung 5 im Uhrzeigersinn gedreht, danach geht es mit 6, 7 und 8 zurück und füllt die Lücken.
Messablauf pro Richtung
So misst das System – in jeder Richtung gleich: 1. Anreger einschalten und die Drehzahl einregulieren. 2. 10 Sekunden nachdem nicht mehr an der Drehzahl reguliert wird, misst das System automatisch die Werte «vorher»: Drehzahl, Ampere und G-Wert. 3. Behandlung läuft. 4. 10 Sekunden vor dem Abstellen misst das System nochmals: Werte «nachher». 5. Die Werte werden gespeichert. Die Differenz nachher − vorher ist die Verschiebung dieser Richtung. 6. Drehring im Uhrzeigersinn in die nächste Richtung drehen und wiederholen.
Beispiel-Protokoll (eine Richtung)
vorher
nachher
Verschiebung
Bedeutung
Drehzahl 1/min
…
…
steigt
Anreger wird weniger gebremst
Ampere A
…
…
sinkt
Anreger wird weniger belastet
G-Wert (g bzw. m/s²)
…
…
steigt
Schwingung wird besser übertragen, Spannungen haben sich gelöst
Je grösser die Verschiebungen, desto mehr hat sich im Bauteil verändert. Wenn sich die Werte in einer Richtung kaum mehr verändern, ist das Bauteil in dieser Richtung entspannt.
MEMV-Protokolle lesen
So sind die Protokolle aufgebaut – für die Anlage mit 1 Sonde (Handdrehring) und für den Automaten mit 4 Sonden.
Das Steuergerät zeigt nach der Behandlung ein Protokoll an und speichert es auf dem USB-Stick. Pro Richtung D1, D2, … stehen die Werte V = vorher und N = nachher für Drehzahl, Ampere und Beschleunigung. Rechts im Kasten «Total» rechnet das System die Verschiebungen zusammen.
Beispiel 1: Anzeige «Protokoll 1S» – Handdrehring mit 4 Richtungen (Werte aus der Betriebsanleitung)
SIEMENSSIMATIC HMI
WIAP®MEMV®
swiss made wiap.ch
USB
30 Sek. warten nach dem Drücken
WIAP MEMV Protokoll 1S
Bestellung:
Per Mail
Protokoll löschen
Kunde:
Max Muster
Werkstück / Znr:
Träger 1
Gewicht KG:
Material:
Exzenter:
50
Drehzahl (RPM):
D1:
D2:
D3:
D4:
D5:
D6:
D7:
D8:
V:5128
N:5149
V:5470
N:5494
V:4790
N:4792
V:5612
N:5622
V:0
N:0
V:0
N:0
V:0
N:0
V:0
N:0
Ampere:
V:+1.481
N:+1.310
V:+1.647
N:+1.503
V:+1.052
N:+1.034
V:+1.637
N:+1.546
V:+0.000
N:+0.000
V:+0.000
N:+0.000
V:+0.000
N:+0.000
V:+0.000
N:+0.000
Beschleunigung:
V:+20.000
N:+24.040
V:+6.100
N:+11.660
V:+24.000
N:+22.700
V:+37.000
N:+34.500
V:+0.000
N:+0.000
V:+0.000
N:+0.000
V:+0.000
N:+0.000
V:+0.000
N:+0.000
Total:
Verschiebung Drehzahl:
+57
Verschiebung Ampere:
+0.424
Verschiebung Beschl.:
+13.400
Menü F1ZurückReset F4
Operateur:
hp
Datum:
13.07.2022
So entsteht das Total: Für jede Richtung wird die Veränderung (nachher − vorher) berechnet. Das Total ist die Summe dieser Veränderungen ohne Vorzeichen. • Drehzahl: 21 + 24 + 2 + 10 = 57 • Ampere: 0,171 + 0,144 + 0,018 + 0,091 = 0,424 • Beschleunigung: 4,04 + 5,56 + 1,30 + 2,50 = 13,4 Je grösser die Totals, desto mehr hat sich im Bauteil verändert.
Lesebeispiel D1: Drehzahl von 5128 auf 5149 gestiegen, Ampere von 1,481 auf 1,310 gesunken, Beschleunigung von 20,0 auf 24,04 m/s² gestiegen – das typische Bild einer erfolgreichen Behandlung in dieser Richtung. In D3 und D4 ist die Beschleunigung leicht gesunken: Nicht jede Richtung verhält sich gleich, darum wird jede einzeln gemessen.
Beispiel 2: Automat mit 4 Sonden, 8 Richtungen – Seite 1: Gesamtprotokoll «Auto»
Beim Automaten messen 4 Sonden (S1 bis S4) gleichzeitig an verschiedenen Stellen des Bauteils die Beschleunigung. Das Protokoll ist darum anders aufgebaut:
So liest man das Automat-Protokoll: • RPM Shift und Ampere Shift: vorher und nachher für jede der 8 Richtungen, unten das Total aller Richtungen. • Total G-Shift: Für jede Sonde wird die G-Verschiebung aller 8 Richtungen zusammengezählt (S1 D1–D8, S2 D1–D8 …). Darunter steht das Gesamttotal aller 4 Sonden. • So sieht man nicht nur, in welcher Richtung, sondern auch an welcher Stelle des Bauteils (bei welcher Sonde) sich am meisten verändert hat.
Automat, Seite 2: Detail-Protokoll D1 bis D8
Auf der zweiten Seite stehen für jede der 8 Richtungen die Werte V (vorher) und N (nachher) für Drehzahl, Ampere und Beschleunigung – gleich aufgebaut wie das Protokoll mit 1 Sonde (Beispiel 1), aber mit allen 8 Richtungen. Rechts im Kasten «Total» stehen die zusammengezählten Verschiebungen.
SIEMENSSIMATIC HMI
WIAP®MEMV®
swiss made wiap.ch
USB
30 Sek. warten nach dem Drücken
WIAP MEMV Protokoll Detail D1–D8
Bestellung:
Per Mail
Protokoll löschen
Kunde:
Max Muster
Werkstück / Znr:
Träger 1
Gewicht KG:
Material:
Exzenter:
50
Drehzahl (RPM):
D1:
D2:
D3:
D4:
D5:
D6:
D7:
D8:
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
Ampere:
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
Beschleunigung:
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
V:…
N:…
Total:
Drehzahl:
…
Ampere:
…
Beschl.:
…
Menü F1ZurückReset F4
Operateur:
hp
Datum:
13.07.2022
Seite 1 (Gesamtprotokoll) zeigt die Übersicht mit der G-Verschiebung pro Sonde, Seite 2 (Detail) zeigt jede Richtung einzeln. Am Steuergerät wechselt man zwischen «Total Protocol» und «D1–D8 Detail».
g oder m/s²? Die Einheiten erklärt
1 g = 9,81 m/s² (die Erdbeschleunigung). Ein G-Wert von 2 g bedeutet: Das Bauteil wird bei jeder Schwingung doppelt so stark beschleunigt, wie ein Stein beim Fallen. Das sind 2 × 9,81 = 19,6 m/s².
Grösse
Einheit
Bedeutung
Beschleunigung a
g oder m/s²
Wie stark das Bauteil hin und her «geschüttelt» wird. MEMV zeigt den G-Wert
Schwinggeschwindigkeit v
mm/s
Wie schnell sich ein Punkt bewegt (wird oft bei Maschinenschwingungen verwendet)
Wegamplitude x
mm oder µm
Wie weit sich ein Punkt aus der Ruhelage bewegt (Ausschlag)
Frequenz f
Hz = Schwingungen pro Sekunde
Bei einem Unwuchtmotor: f = Drehzahl / 60
Formeln (für sinusförmige Schwingung)
Grösse
Formel
Frequenz
f [Hz] = n [1/min] / 60
Kreisfrequenz
ω = 2 × π × f
Beschleunigung
a [m/s²] = ω² × x [m] = g-Wert × 9,81
Geschwindigkeit
v [m/s] = ω × x = a / ω
Wegamplitude
x [m] = a / ω²
Wichtig: Bei gleicher Beschleunigung (g-Wert) wird der Ausschlag bei hoher Drehzahl sehr klein. Doppelte Drehzahl → nur noch ein Viertel des Ausschlags.
Schwingungsrechner
Wie gross ist der Ausschlag bei 1 g?
Drehzahl Anreger 1/min
Frequenz Hz
Wegamplitude bei 1 g mm
Geschwindigkeit bei 1 g mm/s
1500
25
0,398
62
2000
33,3
0,224
47
3000
50
0,099
31
4000
66,7
0,056
23
5000
83,3
0,036
19
6000
100
0,025
16
8000
133,3
0,014
12
Für andere g-Werte die Werte einfach multiplizieren, z. B. 3 g = 3-facher Ausschlag.
Anwendungen (Beispiele)
Bauteil
Warum entspannen
Schweisskonstruktionen, Maschinenbetten, Gestelle
Verzug nach dem Schweissen und bei der Bearbeitung vermeiden
Walzen
Rundlauf und Massgenauigkeit erhalten
Platten und Blechplatten (bis zu grossen Gewichten)
Planheit nach dem Brennschneiden und Fräsen
Turbinenringe, Impeller
Formtreue bei dünnwandigen Teilen
Fahrzeug-Untergestelle
Massgenauigkeit grosser Schweissbaugruppen
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
Eine gut gewartete Maschine bleibt genau, fällt seltener aus und hält Jahrzehnte. Die meisten teuren Schäden entstehen durch fehlendes Öl, Schmutz und Späne an den falschen Stellen.
Merksatz:Sauber halten – schmieren – kontrollieren – aufschreiben. Die Betriebsanleitung und der Schmierplan des Herstellers gehen immer vor. Diese Seite ist eine allgemeine Checkliste.
WIAP-Grundregeln: Pflege einer Werkzeugmaschine
Eine Werkzeugmaschine wird mit höchster Genauigkeit gebaut und mit genauesten Messmitteln geprüft. Diese Genauigkeit bleibt nur erhalten, wenn die Maschine richtig gepflegt wird. Die Betriebsanleitung muss allen Bedienern und Abteilungsleitern bekannt sein – schon vor der Inbetriebnahme.
Nr.
Regel
Was heisst das?
1
Sauber halten
Maschine vor Beginn jeder Arbeitsschicht von Staub und Verunreinigungen säubern.
2
Richtig schmieren
Regelmässig an den vorgeschriebenen Stellen und mit den vorgeschriebenen Schmiermitteln schmieren.
3
Späne entfernen
Stahl- und Graugussspäne laufend während der Arbeit entfernen. Sie dürfen sich nicht auf den Führungen anhäufen, sonst gelangen sie unter die Gleitflächen und verursachen Rillen und Verschleiss.
4
Führungen schützen
Keine Werkzeuge auf die Führungsflächen legen. Nie mit den Schuhen auf Führungen treten. Führungen nicht mit verschwitzten Fingern berühren (Rost).
5
Keine Pressluft
Die Maschine niemals mit Pressluft säubern: Sie bläst Späneteilchen zwischen die beweglichen Teile. Das erschwert den leichten Gang, gefährdet die Genauigkeit und verkürzt die Lebensdauer.
6
Betriebsanleitung beachten
Die Anweisungen der Betriebsanleitung genau einhalten, besonders beim Schalten der Drehzahlen.
7
Tägliche Pflicht
Tägliche Durchsicht, Säuberung und Schmierung sind Grundpflicht jedes Bedieners.
8
Nach der Schicht
Nach jeder Arbeitsschicht sorgfältig aufräumen und die Maschine pflegen – besonders vor Feiertagen und Wochenenden.
Wer diese Regeln einhält, wird mit der Genauigkeit, der Zuverlässigkeit und der Leistung der Maschine zufrieden sein. (Nach dem WIAP-Ausbildungsblatt «Pflege einer Werkzeugmaschine»)
Sicherheit zuerst
Was
Warum
Hauptschalter aus und mit Vorhängeschloss sichern
Niemand darf die Maschine während der Arbeit einschalten
Hydraulik und Druckluft drucklos machen, Speicher entladen
Gespeicherter Druck kann Teile plötzlich bewegen
Senkrechte Achsen und schwere Teile abstützen
Kugelgewindetriebe sind nicht selbsthemmend
Warten, bis Spindel und Teile stillstehen und abgekühlt sind
Auslaufende Spindel, heisse Teile
Arbeiten am Schaltschrank nur durch Elektro-Fachpersonal
Lebensgefahr, auch nach dem Ausschalten (Kondensatoren)
Wartungsplan (Richtwerte)
Wann
Was tun
Täglich
Späne entfernen (nicht mit Druckluft in Führungen und Abdeckungen blasen!)
Ölstand der Zentralschmierung prüfen
Stand Kühlschmierstoff und Hydrauliköl prüfen
Kondensat an der Druckluft-Wartungseinheit ablassen
Geometrie und Genauigkeit prüfen (Messuhr, Prüfdorn, Laser)
Die Abstände hängen von Einsatz und Schichtbetrieb ab: Bei Mehrschichtbetrieb oder viel Graugussstaub entsprechend öfter.
Kühlschmierstoff (Emulsion) richtig pflegen
Thema
Richtwert / Hinweis
Konzentration
meist 5 bis 8 %, mit dem Refraktometer messen (Ablesewert × Faktor des Herstellers)
pH-Wert
ca. 8,5 bis 9,5. Sinkt er, beginnen Bakterien zu wachsen: Geruch, Hautprobleme, Rost
Ansetzen
Immer das Konzentrat ins Wasser geben, nie umgekehrt: sonst gibt es Klumpen
Nachfüllen
Nicht nur Wasser nachfüllen (Wasser verdunstet, Konzentrat bleibt): mit einer dünnen Mischung von ca. 2 bis 3 % nachfüllen
Fremdöl
Aufschwimmendes Hydraulik- und Gleitbahnöl regelmässig abskimmen
Hautschutz
Handschuhe oder Hautschutzcreme verwenden, Hände nach der Arbeit waschen und pflegen
CNC-Steuerung: Daten sichern
Was
Hinweis
Datensicherung
Programme, Parameter, Werkzeugdaten und Nullpunkte regelmässig auf einen USB-Stick oder PC sichern, mit Datum beschriften
Pufferbatterie
Hält die Daten bei ausgeschalteter Steuerung. Wechsel nach Herstellerangabe – bei vielen Steuerungen bei eingeschalteter Steuerung, sonst gehen Daten verloren
Vor jeder Reparatur
Zuerst sichern, dann arbeiten
Wartungsprotokoll
Jede Wartung kurz aufschreiben: Datum, Betriebsstunden, was gemacht wurde, was aufgefallen ist, Name. Mit den Werten (z. B. Umkehrspiel, Spannkraft) erkennt man frühzeitig, wenn sich etwas verschlechtert.
Häufige Ursachen für Ausfälle
Ursache
Folge
Vorbeugen
Zentralschmierung leer oder verstopft
Fressen an Führungen und Spindeln
Ölstand täglich prüfen, Leitungen und Verteiler kontrollieren
Defekte Abstreifer
Späne in Führungen und Kugelgewindetrieben
Abstreifer prüfen und jährlich erneuern
Verschmutzter Kühlschmierstoff
Rost, Geruch, Hautprobleme, schlechte Oberfläche
Konzentration und pH messen, Tank reinigen
Verstopfte Lüfterfilter
Überhitzung von Antrieben und Steuerung
Filter regelmässig wechseln
Lockere Riemen
Rutschen, Leistungsverlust, Ratterspuren
Spannung prüfen
Feuchte Druckluft
Rost und Ausfall von Ventilen
Kondensat ablassen, Trockner warten
Weitere Informationen: Kapitel Öle und Schmierstoffe, Wälzlager, Kugelgewindetrieb, Hydraulik und Pneumatik.
Hinweis: Diese Daten wurden aus alten Unterlagen neu erstellt. Sollten beim Übertragen Fehler entstanden sein, bitten wir um eine kurze Mitteilung an info@wiap-ag.ch. Vielen Dank!
In den Jahren 2007 bis 2015 war WIAP an verschiedenen internationalen Projekten beteiligt. Dazu gehörten unter anderem ein grosses Industrieprojekt in Afrika sowie ein umfangreiches Ausbildungsprojekt in Vietnam.
Diese Projekte führten zu einer starken internationalen Ausrichtung des Unternehmens. Gleichzeitig zeichnete sich mit dem Eintritt der zweiten Generation eine neue Ausrichtung ab: Die Aktivitäten sollten wieder stärker auf die Schweiz, den eigenen Maschinenbau und die Entwicklung eigener technischer Lösungen konzentriert werden.
Die Inhalte dieses Monteurhandbuchs beruhen auf eigens erstellten Ausbildungsunterlagen. Sie wurden benötigt, um im Ausland Lehrer und Lernende auszubilden. Das war eine spannende Zeit, in der auch wir enorm viel lernen durften.