Viele reden vom Energiesparen. Tun wir aber alles, was möglich ist? Die WIAP reichte eine Petition ein, um den CO2-Ausstoss in der Industrie zu senken: Vibrationsentspannen mit WIAP MEMV VSR anstelle von spannungsarm Glühen, wo immer es möglich ist.
Einleitung
Deutschland erzeugt einen grossen Anteil seiner Energie mit brennbarer Energie, die Schweiz bezog zum Zeitpunkt der Petition rund 40 % Strom aus Kernkraftwerken. Warum nicht sparen, wenn es neue Möglichkeiten gibt? Ein Beispiel aus der Industrie:
Geschweisste Werkstücke werden wegen Verzugsproblemen vor der Weiterverarbeitung in einen Ofen gelegt und bei normalem Stahl auf etwa 500 bis 600 Grad erhitzt. Die Regel lautet: pro 20 mm Dicke eine Stunde Haltezeit. Je nach Bauform müssen solche Teile deshalb 2 Tage bis 1 Woche und mehr im Ofen bleiben. Aufheizen und Abkühlen müssen langsam geschehen, sonst entstehen wieder Spannungen. Diese Spannungen müssen weg, damit sich die Werkstücke bei der Bearbeitung nicht verziehen und die Genauigkeit nicht leidet. Der Prozess braucht sehr viel Energie.
Dagegen gibt es eine Lösung: Statt das Werkstück zu erhitzen, wird es mit Vibration entspannt. Das Verfahren heisst WIAP MEMV VSR (Metall entspannen mit Vibration). Damit lässt sich dasselbe Ziel erreichen, mit enormer Energieeinsparung: Bei einer 12-Tonnen-Walze braucht es rund 460-mal weniger Energie für dasselbe Resultat.
Die WIAP AG Ltd SA aus der Schweiz entspannt Metall seit vielen Jahren mit Vibration. 2014 begann eine intensive Untersuchung, um mit neuen, verbesserten Methoden noch bessere Resultate zu erreichen. In dieser Zeit entstanden drei Patentanmeldungen zum Metallentspannen mit Vibration anstelle von spannungsarm Glühen, und es wurden Hunderte Stunden Messungen während des Entspannungsprozesses gemacht.
Viele Firmen kennen das Verfahren bereits. Besonders Firmen, die Hochpräzision verlangen, setzen es ein. Die Rüstungsindustrie weiss, dass hochpräzise Rohre nur präzise bleiben, wenn sie vor der Fertigbearbeitung vibriert werden. Vibrieren braucht fast keine Energie, weil das Werkstück in seine Eigenresonanz gebracht wird und der grösste Teil der Anregung durch die Eigenschwingung entsteht. Von diesem Wissen soll nicht nur die Rüstungsindustrie profitieren, sondern die ganze Industrie und damit die ganze Bevölkerung. Das ist ein Grund für die Petition.
Die Industrie besitzt seit Jahrzehnten teure Glühöfen und macht, um diese zu amortisieren, viel Lohnarbeit. Damit wird eine Unmenge Energie verbraucht, die mit einer modernen Methode eingespart werden könnte, was der Umwelt gut täte.
Antrag an die Gesetzgebung
Es soll eine nationale und internationale Vorschrift geben, dass das spannungsarme Glühen nur dort angewendet wird, wo das Vibrationsentspannen nicht möglich ist.
Begründung
- Eine 12 000-kg-Walze braucht für das spannungsarme Glühen 937 kWh.
- Dieselbe Walze braucht beim Vibrationsentspannen 2 kWh, also rund 468-mal weniger Energie.
- Eine geglühte Walze hat Zunder (schwarze Aussenhaut) und braucht 935 kWh mehr; die vibrierte Walze ist nicht geglüht.
- Rohre, die flammgerichtet und dann spannungsarm geglüht wurden, verglichen mit Rohren, die statt zu glühen mit Vibration entspannt wurden: das Resultat mit Vibration ist sogar besser.
Eine eingereichte Petition kann politisch etwas anstossen. Die WIAP reicht sie ein, um den CO2-Ausstoss zu reduzieren.