Wie viele Werkstücke sollen monatlich oder jährlich entspannt werden?
Ist für jedes Werkstück eine Protokollierung erforderlich?
In den meisten Fällen kommt unser bewährter V20-Erreger zum Einsatz. Dieser ist für Werkstücke mit einem Volumenanteil von bis zu 30 % und einem Gewicht bis 20 Tonnen ausgelegt.
Im Folgenden stellen wir Ihnen unsere verschiedenen Anlagentypen mit den jeweiligen Merkmalen und Einsatzbereichen vor:
E Anlage (halbautomatisch):
Für mittlere Stückzahlen (mehr als 10 Teile pro Monat).
Automatische Protokollierung auf USB-Stick.
Wahlweise mit einer oder bis zu vier Messsonden für höhere Genauigkeit.
Alle ca. 8 Minuten ist ein kurzer manueller Eingriff zur Umstellung der Position über einSchnellwechselsystem notwendig.
3B. Geräte Erklärung Typ E das meistgelieferte Anlagensystem
Mit manueller schnelle Drehplatte und dem dazu passenden Steuergerät Typ E
Typ E mit Ablagesystem
Das abgebildete Gerät ist der Typ E mit einem praktischen Ablagesystem.
Diese E-Version war über viele Jahre das meistverkaufte Modell – und wird auch heute noch weiterhin produziert, trotz Einführung des weiterentwickelten Drehautomaten Typ EH.
Das System kann bei Bedarf auch in einer kompakten Box-Version geliefert werden.
Das WIAP MEMV Steuergerät -Typ E ist für den Betrieb mit einer bis vier Sonden ausgelegt. Es arbeitet mit einer manuell verstellbaren Schnell-Drehplatte, die eine einfache und flexible Richtungsänderung ermöglicht
Bild 3B A:
Einfaches Transportgestell Typ 2. Abgebildet ist das einfache Transportgestell Typ 2 für die WIAP MEMV E-Anlage. Dieses Gestell ist geeignet für Anlagen mit 5, 20 und 50 Tonnen.
Bild 3B B:
Seitenansicht der Transportbox Typ 2. Die Transportbox Typ 2 ist hier in der Seitenansicht dargestellt. Alle Gummi sind von der Seite aus leichtzugänglich. An der Vorderseite befinden sich Schubladen zur Aufbewahrung Aufspann- Zubehör.
Bild 3B C:
Montage des Drehrings. Das Bild zeigt, wie der Drehring zusammengesetzt wird. Die Konstruktion ist so ausgelegt, dass die Montage schnell und einfach erfolgen kann – und dennoch stabil genug ist, um auch extremen Vibrationen standzuhalten. Wird die Anlage stationär eingesetzt, ist ein regelmässiges Zerlegen in der Regel nicht erforderlich.
Bild 3B D:
Montage des Anregers. Zum Abschluss wird der Anreger mit vier M16-Schrauben sicher aufgeschraubt.
Bild 3B E:
Das bewährte Seitenaufspannsystem. Das ist das bewährte Seitenaufspannsystem. Hier wird der Anreger mit 4 x 17-Tonnen angeklemmt.
Bild 3B F:
Aufspannen des Anregers auf einen Ringю Hier wird der Anreger auf einen Ring aufgespannt. In der Regel wird dabei auch der Seitenkippschutz eingesetzt.
4B. Geräte Bedien Erklärung Typ E,
Basic Gerät
Kapitelhinweis – Gerätetyp E (Basic)
In diesem Abschnitt wird kurz der Unterschied in der Bedienung der drei Gerätetypen erklärt, die wir heute anbieten.
Dieses Kapitel behandelt die Bedienung des Steuergeräts vom Typ E, unserer meistverwendeten Ausführung.
Das Gerät bietet eine ausgewogene Kombination aus Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit und deckt die meisten Standardanwendungen im MEMV-Bereich zuverlässig ab.
Das E-Gerät ist ein Steuergerät, das – ähnlich wie das Viersonden-Gerät – ohne automatische Drehplatte betrieben wird.
Das bedeutet, dass der Anreger manuell gedreht wird:
alle 4 Minuten, wenn eine 8-Richtungs-MEMV-Entspannung durchgeführt wird
oder alle 8 Minuten, wenn die Entspannung in nur 4 Richtungen erfolgt.
Bild 4B A:
Vorderansicht des Steuergeräts Typ E Auf den ersten Blick ist kein äusserlicher Unterschied zum Typ EH (Komfort) erkennbar – die Gerätegehäuse sind identisch
Bild 4B B:
Auswahl zwischen Hand- und Automatikmodus. Auch bei diesem Steuergerät kann bereits zu Beginn gewählt werden, ob im Handmodus oder im Automatikmodus gearbeitet wird. Für das Schweissvibrieren kommt in der Regel der Handmodus zum Einsatz.
Bild 4B C:
Drehzahleinstellungen im Handmodus. In diesem Handmodus können die Drehzahlen manuell eingestellt werden. Diese Betriebsart ist auch für den Schweissvibriermodus bestens geeignet
Bild 4B D:
Drehzahleinstellungen im Automatikmodus. Im Automatikmodus werden alle Drehzahlen pro Richtung angezeigt und können individuell eingestellt oder automatisch gefahren werden
Typischerweise erfolgt die MEMV-Entspannung in zwei Drehzahlzonen:
3000–4000 U/min für die erste Zone 4000–5500 U/min für die zweite Zone Jede Richtung ist für bestimmte Frequenzbereiche (Herzzahlen) besonders geeignet, um eine optimale Wirkung im Bauteil zu erzielen.
Bild 4B E:
Protokollmodus zur Werkstückdokumentation. Dies ist der Protokollmodus, in dem der Bediener alle werkstückbezogenen Parameter erfassen und dokumentieren soll. Die Eingabe erfolgt bequem über den Touchscreen.
Für jede Richtung werden Vorher- und Nachher-Messwerte ermittelt. Die daraus berechnete Differenz dient als Grundlage für die Protokollierung.
Alle relevanten Parameter, wie z. B. die G-Verschiebung, die Drehzahl und die Ampere-Änderung werden dabei berücksichtigt und dokumentiert.
Bild 4B F:
Nach den ersten 4 Richtungen (0°, 45°, 90°,135°) stoppt die Anlage automatisch und zeigt eine Meldung an. Jetzt kann der Anreger um 90° geschwenkt (horizontal →vertikal) oder die Exzenterstufe angepasst werden. Danach folgen die nächsten 4 Richtungen (167,5°, 112,5°, 68°, 22,5°). Alternativ kann dieser Modus übersprungen werden – dann laufen alle 8 Richtungen in einem Durchgang.
Bild 4B G:
Heckansicht Gerätetyp E: Anschluss für G-Messsonde USB für Protokollierung Drehzahl und Motorstrom direkt über Motorkabel Drehzahl über Direktmesssystem
Abschlusswort zum Steuergerät Typ E: Basic
Dieser Gerätetyp wird bereits seit mehreren Jahren in ähnlicher Form gebaut – anfangs mit Komponenten von Omron.
Seit einiger Zeit setzen wir auf Siemens-Komponenten, da wir damit unser eigenes PLC- Programmiersystem nutzen können – das gleiche, das wir auch bei all unseren CNC- Steuerungen für Werkzeugmaschinen einsetzen.
Das bringt für uns wesentliche Vorteile: Die Handhabung wird einfacher, die Nutzungsmöglichkeiten werden detaillierter, und wir können viel Erfahrung aus dem CNC-Bereich direkt einfliessen lassen.
6. Zubehör Erklärung
Zubehör-Erklärung: Zu allen Geräten sind die nachfolgend aufgeführten Zubehörteile im Lieferumfang enthalten. Ohne ein gutes Aufspannen funktioniert das MEMV-Vibrieren nicht optimal, weshalb wir all dieses Zubehör als Standard mitliefern. Es gibt leichte Unterschiede in der Anzahl der Gummis sowie bei den Briden, jedoch ist unsere Offerte immer mit allem ausgestattet, was Sie benötigen.
Was wir jedoch immer weniger verwenden, sind Schraubzwingen. Diese haben den Nachteil, dass die Zwei-Punkt-Auflage nicht ideal klemmt und oft nur Lärm verursacht. Zudem stören sie beim Drehen, da keine vollständige Rotation möglich ist
7B. Transportierbare Gerätegestell
Beschreibung Generation 5 für die
Geräte E und EH
Nachfolgend wird der Inhalt des Gerätewagens beschrieben.
Der Gerätewagen vom Typ 5 ist heute für alle MEMV-Anlagen-Typen lieferbar.
Bild 7B A: MEMV Gestell Generation 5
Schublade 1 1 oben Links, 4 Sonden, 4 Sondenkabel 8 Stk. Lang Muttern M24 , 20 U Scheiben M24 Luft Schlauch 6 Meter Schublade 2 1 oben Rechts Werkzeug Schublade 3 2 oben Links Gewindestangen M24, 8 x 400 20 Muttern M24 Schublade 4 2 oben Rechts Locheisen 4 x 25×250, 8 x25x150, 4 Spanneisen für Anreger 4 Distanzen für Querspann- Distanzhalter
Schublade 5 3 oben Links Gewindestangen
M24, 4 x 200, 4 x 500, 4 x 300S
Schublade 2 1 oben Rechts Werkzeug
Schublade 3 2 oben Links Gewindestangen
M24, 8 x 40020 Muttern M24
Schublade 6 3 oben Rechts 2 Briden 500,
4 Bridenmuttern
4 Schrauben M24 x 110
Bild 7B D:
Schubladen Nr. 1 Aussenfoto
Nachfolgend beschrieben: 2. Schublade
Bild 7B F:
Schubladen Nr. 2 Aussenfoto
Bild 7B G:
Schubladen Nr. 2 Inhalt Werkzeug 1 Rohr 28 x400m2 Gabelschlüssel 361 Inbus 14 mm2 Inbus 6 mm1 Manual Messgerät für G1 Betriebsanleitung auf Memory Stick
Nachfolgend beschrieben: 3. Schublade
Bild 7B H:
Schubladen Nr. 3 Aussenfoto
Bild 7B I:
Schubladen Nr. 3 Inhalt Gewindestangen M24, 8 x 400, 20 Muttern M24
Nachfolgend beschrieben: 4. Schublade
Bild 7B J:
Schubladen Nr. 4 Inhalt, Locheisen, 4 x 25×250, 8 x 25×150, 4 Spanneisen für Anreger, 4 Distanzen für 4 Stk. Querspann Distanzhalter 50x70x70
Nachfolgend beschrieben: 5. Schublade
Bild 7B K:
Schubladen Nr. 5 Aussenfoto
Bild 7B L:
Schubladen Nr. 5 Inhalt Gewindestangen M24, 4 x 200, 4 x 500, 4 x300
Nachfolgend beschrieben: 6. Schublade
7C. Beschreibung des transportierbaren Gerätegestells der Generation 4 für die Geräte E und EH07
Dieser Gerätewagen der vierten Generation wurde speziell für Anwendungen entwickelt, bei denen die Drehplatte mit einem kleinen Handhubwagen montiert wird. Er ist ausgelegt für die Einmann-Bedienung auch bei schweren Platten.
Besonders wichtig: Die Konstruktion ermöglicht es, dass ein einzelner Bediener die automatische WIAP MEMV-Drehplatte sicher und effizient aufspannen kann – ohne zusätzliche Hilfe.
Bild 7C B: Gerätewagen Generation 4 mit Schlauchhaspel und Wartungseinheit. In dieser Abbildung sehen Sie den Gerätewagen Generation 4, ausgestattet mit einer Schlauchhaspel und einer Wartungseinheit. Der grosse Spannschrauber ermöglicht das ausreichende Festziehen der M36-Muttern, was für eine sichere und effektive Anwendung des MEMV-Systems unerlässlich ist.
Bild 7C C: Gerätewagen Generation 4 für Hubstapler Lösung
Bild 7C D:
Gerätewagen Generation 4 Hub Gestell
Bild 7C E:
Gerätewagen Generation 4 Grosse Wartungseinheit mit Schlauchhaspel.
7D. Beschreibung des transportierbaren Gerätegestells der Generation 2 für die Geräte E und EH07
Einfache Transportlösung für MEMV-Anlage
Diese einfache Transportlösung ist dafür ausgelegt, die Anlage schnell und unkompliziert untereinem Palettenrahmen wegzustellen. Gleichzeitig eignet sie sich auch hervorragend für den innerbetrieblichen Transport.
Dank dieses Systems muss der Anreger nicht jedes Mal demontiert werden – er kann fest auf der vorgesehenen Ablage montiert bleiben.
Bild 7D A:
Dieses transportierbare Gerätegestell verfügt seitlich über Einschübe zur Aufnahme des notwendigen Zubehörs für das MEMV-System. Hier können unteranderem Gewindestangen, Briden, Gummielemente sowie Werkzeug ordentlich und griffbereit verstaut werden.
Bild 7D B: Auch bei diesem Modell können Briden und Gewindestangen ordentlich verstaut werden – dafür stehen passende Einschübe bzw. Ablagefächer zur Verfügung.
Bild 7D C:
Behelfsschubladen zur Aufbewahrung, integriert im Preis enthaltenen Gerätegestell.
Bild 7D D: hier können die Locheisen auch platziert werden und hinten die Muttern
Bild 7D E:
Auch ausreichend Gummielemente können eingeordnet werden, da das Gestell Palettengrösse hat und entsprechend viel Stauraum bietet.
Hinweis:
Solche Gestelle hat WIAP nur in begrenzter Stückzahl vorfabriziert auf Lager. Für besonders dringende Lieferungen stellen sie eine kurzfristige Alternative dar. Zukünftig wird jedoch das Gerätegestell der Generation 5 serienmässig auf Vorrat produziert, um eine schnellere Verfügbarkeit sicherzustellen.
7E. Beschreibung des transportierbaren Boxensystem für die Geräte ES (ECO) und E (Basic)
Einfache Transportlösung für MEMV-Anlage
Mobile Boxenlösung für das Vibrationsentspannen Diese Boxenlösung eignet sich ideal für das Vibrationsentspannen an unterschiedlichen Einsatzorten – insbesondere bei Transport im Auto. Die gesamte Anlage ist zerlegbar und kann vollständig in den Boxen verstaut werden. Auch wenn an einem stationären Platz entspannt werden soll, bietet das System Vorteile. Besonders geeignet ist es jedoch für den flexiblen Einsatz an wechselnden Orten. Die einzelnen Gerätekisten wiegen in der Regel maximal 30 kg und können dadurch gut von einer Person gehandhabt werden.
Bild 7E A:
Komplette MEMV-Anlage verpackt in den Geräteboxen. Zum Lieferumfang gehören auch Transportwagen, mit denen ein einfaches Befahren von Hallen und Werkstätten möglich ist.
Bild 7E B: Das Boxenset ist bis heute unser meistgeliefertes System – eine bewährte Lösung für den gelegentlichen Einsatz. Ideal für Anwendungen, bei denen Zuverlässigkeit und einfache Handhabung gefragt sind.
Bild 7E C: Im Boxenset ist auch der Anreger Motor
Bild 7E D: Im Boxenset ist eine Oberplatte
Bild 7E E: Im Boxenset ist Bridenset
Bild 7E F:
Im Boxenset ist Bridenset
Im Boxenset sind eine Unterplatte sowie diverses Zubehör enthalten, wie z. B. Locheisen,Schwenkvorrichtung, alternative Winkel, Seitenkippschutz usw.
08. Anreger Befestigung
Wichtiger Hinweis zur Befestigung des Anregers Der Anreger muss stets sicher und zuverlässig befestigt werden. Nachfolgend finden Sie die empfohlene Schraubengrösse für jeden Anreger-Typ. Je besser der Anreger mit dem Bauteil verbunden ist, desto weniger Fehlsignale entstehen bei der Protokollierung. Bitte achten Sie daher besonders sorgfältig auf eine korrekte Montage. Wichtig: Die Schrauben müssen gut gefettet sein, um eine optimale Gleitfähigkeit zu gewährleisten. Der Reibwert darf 0,1 nicht überschreiten. Ohne Fettung kann der Reibwert bis auf 0,3 steigen, was zu einem ungenügenden Festklemmen führen kann. Dies stört den Entspannungsprozess erheblich. Daher: immer gut fetten – vielen Dank!
Nachfolgend die Gewinde Stangen Grössen Tabelle
Schrauben Klemmkraft Information
Der erforderliche Anziehdrehmoment kann bei ungeschmierten Schrauben um bis zu 50 % oder höher liegen.
9. Anreger Information
Erklärung:
Fünf verschiedene Baugrössen von Anregern sind im Lieferprogramm der WIAP enthalten. Nachfolgend ist eine Tabelle aufgeführt, die zeigt, welcher Anreger mit welcher Stärke was erzeugt. Die Festlegung der Anregergrössen basiert auf einem Volumenanteil von ca. 30 % des Werkstückes.
Anreger Kräfte Information für den V05 7.5 Tonnen und V20 30 Tonnen.
Tabelle 9.A Anreger-Kräfteinformation für V05 und V20 Diese Tabelle zeigt die massgeblichen Kraftwerte für die Anreger-Typen V05 (7,5 Tonnen) und V20 (30 Tonnen). Sie dient als Grundlage für die Auswahl und Anwendung im jeweiligen Volumen- und Werkstückbereich.
Anreger Kräfte Information für den V50 60 Tonnen und V100 120 Tonnen und V200 240 Tonnen.
Exzentereinstellung
Tabelle 9.B Anreger-Kräfteinformation für V50, V100 und V200 Diese Tabelle zeigt die massgeblichen Kraftwerte für die Anreger-Typen V50 (bis 60 Tonnen), V100 (bis 120 Tonnen) und V200 (bis 240 Tonnen Werkstückgewicht). Sie dient als Grundlage für die Auswahl des passenden Anregers je nach Werkstückvolumen und -masse im MEMV-Verfahren.
Exzentereinstellinformation
Bild 9 C: Der Exzenter lässt sich einfach, unkompliziert und schnell von 0 bis 100 % verstellen. Die aktuelle Prozentstellung ist vorne an den Kopfscheiben deutlich sichtbar.
Bild 9 D: Hier sind die Verstellpositionen dargestellt, an denen die Einstellungen vorgenommen werden können.
Bild 9 E: Die Verstellung erfolgt schnell und unkompliziert mit zwei 6-mm- Inbusschlüsseln.
Nachfolgend eine Richtungs Information
Bild 9 F:
Hier sind die 8 Richtungen ersichtlich, in denen der Anreger positioniert werden soll– jeweils in bestimmten Winkeln: 0°, 45°,90°, 135° (Richtungen 1–4) sowie 185,5°,112,5°, 85,5° und 22,25° (Richtungen 5–8).
Bild 9 G: Da wir nicht nur zwei Achsen unterschiedlich anregen, sind hier zusätzliche Positionen dargestellt, die im Entspannprozess ebenfalls gezielt angeregt werden können.
Ablauf der Entspannung: In der Regel erfolgt der Entspannungsprozess so, dass bei vielen Bauteilen – bei denen in zwei Achsrichtungen vibriert wird – in insgesamt 4 oder 8 Richtungen gearbeitet wird: 0°, 45°, 90°, 135° (Richtungen 1–4) sowie 1167,5°, 112,5°, 65,5° und 22,5° (Richtungen 5–8). Bei verschiedenen Anwendungen wird zunächst in den ersten 4 Richtungen entspannt, z. B. mit einer Exzenterstufe von 50 %. Danach wird der Anreger auf eine geringere Exzenterstufe (z. B. 35 %) umgestellt. In der höheren Frequenz können dann nochmals 4 Richtungen angeregt werden. Alternativ zur Änderung der Exzenterstufe kann zusätzlich auch eine dritte Achse angeregt werden, indem der Anreger gemäß Skizze entsprechend verstellt wird.
10. Mehrere Anreger an einem Gerät
Es ist möglich, an einem Steuergerät mehrere Anreger anzuschliessen. Dazu wird auf der Rückseite des Steuergeräts eine Dreheinheit (Wahlschalter) angebracht, über die der jeweils angeschlossene Anreger ausgewählt werden kann. Ab der Anregergrösse V100 wird zusätzlich eine externe Leistungsbox benötigt, da der grosse Frequenzumrichter (FU) nicht mehr in das Steuergerätgehäuse passt. Die Bauteilgrösse und Wärmeentwicklung erfordern eine Auslagerung. Ab dieser Grössenordnung ist ausserdem ein 400-Volt-Anschluss erforderlich, da die Leistung nicht mehr über 230 Volt gedeckt werden kann.
11. Gummi Information
Ein Gummi mit einer Shore-Härte von 50 kann im Laufe der Zeit bis zu 70 Shore härter werden, insbesondere wenn es über längere Zeit extremen Bedingungen wie UV-Licht oder anderen Umwelteinflüssen ausgesetzt ist. Diese Veränderung beeinflusst die Schwingungsübertragung: Härteres Gummi überträgt Vibrationen besser auf das Bauteil, was in manchen Fällen von Vorteil sein kann. Allerdings kann zu hartes Gummi auch dazu führen, dass Vibrationen unerwünscht auf das Gebäude übertragen werden, was zu Schäden oder Störungen führen könnte. Um ein Bauteil effektiv vor zu starken Auslenkungen zu schützen, ist daher ein Gummi-Unterlagensystem mit ausreichend Gummi von grosser Bedeutung. Wir unterlegen heutzutage eher zu viel als zu wenig Gummi und vermeiden Bereiche ohne Gummi, da diese Zonen problematisch sein können. Wir haben vier Gummitypen festgelegt: Typ 0: 40x100x200 mm Typ 1: 80x100x200 mm Typ 3: 120x100x200 mm Typ 4: 120x200x200 mm Wenn möglich, wählen wir eine Höhe von 200 mm, um eine gute Spannung zu erreichen. Es gibt jedoch auch kritische Bauteile, bei denen es gefährlich sein kann, zwei Gummitypen übereinander zu legen. In diesen Fällen bevorzugen wir eine Höhe von 120 mm, die auch mit dem 80-mm- und 40-mm-Gummi erreicht werden kann. Achten Sie darauf, dass das Gummi vor UV-Licht geschützt wird, da es sonst spröde wird und die Vibrationseigenschaften beeinträchtigen kann.
Bild 13.S – Rundgewalztes Rohr wird auf Gummi gestellt
Bild 13.T – Rundgewalztes Rohr wird auf 8 Gummi gestellt
Bild 13.S – Rundgewalztes Rohr wird auf Gummi gestellt
Bild 13.T – Rundgewalztes Rohr wird auf 8 Gummi gestellt
12. Gummi Gewicht Tabelle
Einzel Gummi System
13. Gummi Beispiele
Bild 13 A:
Der Impeller beim Aufsetzen auf die gesicherten Gummiauflagen
Bild 13 B: Die Auflage der gesicherten Unterlagen.
Bild 13 C:
Gummi für Sternaufspannsystem
Bild 13 D:
Jim Widmer beim Befestigen der Anhebe Seile.
Bild 13 E: Gummiunterlagen für 110 Tonnen. (Siehe mehr DetaiIinformationen aus dem Bericht WM877 60 Tonnen). Hier werden mehrere Gummis unter einer Platte platziert, davon mehrere Platten.
Bild 13 F:
Gummiunterlagen 300 x 600 mm. Hiermit wird das Wegrutschen, wenn eine Eigenresonanz überfahren und allenfalls ein zu langes, starkes Vibrieren eingesetzt wird, gesichert.
Bild 13 G:
Grosse Stahlplatten 26 Tonnen werden WIAP® MEMV® vibriert.
Bild 13 H: Zu stark belastete Gummis bei Platten, ein Abkippen bei den hohen Gummis ist möglich.
Bild 13 I:
Bitte beachten, wenn Zusatzlasten wie hier die Magnete dazu kommen. Die Platte ist 26 Tonnen, jeder Magnet je 10 Tonnen. Da ist es sinnvoll, einen Schutz Unterbau zu machen.
Bild 13 J:
Die hohen Gummis 200 mm haben eine bedeutend bessere Dämpfung als nur die 120 mm hohen. Die Anregung ist extrem gut bei Schwerlasten.
Bild 13 K: Rechts die 200 mm hohen Gummis. Links kleiner Gummi, der das Absenken der Magnete abfängt. D.h. das Abrollen der Grossgummis nicht ermöglicht. Diese sollte nur bis 25/40% belastet werden.
Bild 13 L:
Genügend Gummi auch bei kleineren Bauteilen, reduziert die Auslenkung
Bild 13 M:
Zusätzliche manuelle Kontrolle der Anregung
14. Gerätegestell Transport System
Es gibt mehrere Geräte Transport Systeme für die Wiap MEMV – Anlagen. Das MEMV-System wird in 5 Lieferarten geliefert. Generation 1 MEMV-System 1 für den Typ ES oder Typ E Anlage oder beide Versionen können auch im Boxensystem geliefert werden
Bild 14 A:
Geräte Box System für externe Lohnarbeiten geeignet.
Bild 14 B:
Geräte Ablage Holz Gestell Generation 1 Lösung für das ES Gerät
Bild 14 C: Geräte Ablage System Genration 2
Bild 14 D:
Geräte Ablage System Generation 4
Bild 14 E:
Geräte Ablage System Generation 5
15. Patent Information
Die WIAP hat im Jahr 2014 neue Erkenntnisse im Bereich „Metall entspannen mit Vibration“ gewonnen und daraufhin sofort ein neues Patent angemeldet, das noch im selben Jahr erteilt wurde. In den Folgejahren wurde die Entwicklung konsequent weitergeführt: Zwei weitere Patente wurden im Jahr 2017 angemeldet und ebenfalls erteilt. Im Jahr 2019 kamen nochmals zwei Patente hinzu. Auch in den Jahren 2024 und 2025 folgten jeweils weitere Patentanmeldungen. Diese kontinuierlichen Entwicklungen zeigen deutlich, wie laufende Praxiserkenntnisse WIAP immer wieder zur technischen Weiterentwicklung und Patentanmeldung motivieren. Zugleich wird anhand der Vielzahl an Patenten deutlich, dass das Thema „Metall entspannen mit Vibration“ noch längst nicht abschliessend erforscht ist – es bietet weiterhin grosses Innovationspotenzial. Ausführliche Informationen und technische Details zu den Patenten finden Sie auf den offiziellen Webseiten der WIAP: www.wiap.ch und www.wiap-ag.ch
16. Zubehör zum MEMV-System
Im Laufe der Jahre hat die WIAP eine Vielzahl von Zusatzhilfsmitteln entwickelt und hergestellt, die das Vibrationsentspannen erheblich erleichtern. Ein Teil dieser Komponenten ist in der nachfolgenden Anleitung aufgeführt.
16 Z9: Manual Messstift mit Protokoll Software MEMV_XK_EH_4SSW
16 Z10: Sondenklemmhalter MEMV-XH-1-75 Typ 1 MEMV-XH-2-150 Typ 2 MEMV-XH-3-255 Typ 3
16 Z11: Sonden Klemmmagnet MEMV-XH-3-255
Messonde zu MEMV E Typ 1 Gerät MEMV-XS-E-20
16 Z12: Sondenkabel Typ 1 5 Meter Sonde ohne AV 20 Typ 1
16 Z13: Sonde Typ 3 mit integriertem AV 20 Typ 3
16 Z14: Kabel zu Messonde Typ 3 5 Meter MEMV-XK-EH-3
16 Z15: Kabel zu Messonde Typ 3 10 Meter MEMV-XK-EH-10
17. Preis Information
Preisrahmen (Richtwerte): ES-ECO: ca. *********** € E-Anlage: ab ********** € (mit 1 Sonde), bis ******** € (mit 4 Sonden) EH-Anlage: ab ******** € (mit 1 Sonde), bis ****** € (mit 4 Sonden) Preis Liste Zubehör
18. Anwendungsbeispiele
Nachfolgend sind einige Beispiele von Werkstücken aufgeführt, die mit dem Wiap MEMV Verfahren spannungsfrei behandelt wurden – teils mit der manuellen Drehplatte, teils mit der automatischen Drehplatte.
Bild 18 A: Das ist ein schweres Bauteil das Vibration entspannt wird
Bild 18 B: Ein Guss Maschinen Bett wird MEMV entspannt
Bild 18 C: Montage des Anregers am Maschinenbett aus Guss für die.
Bild 18 D: Impeller während des Vibrationsentspannens, aufgespannt über die zentrale Nabe.
Bild 18 E: Jim Widmer bei der Übergabe der WIAP MEMV- Anlage an den Endkunden – der nun auf externes Spannungsarmglühen verzichten kann.
Bild 18 F: Geschmiedete ALU-Ringe werden beim Hersteller in einem Werk in Deutschland mit MEMV entspannungsbehandelt.
Bild 18 G: Geschmiedete Stahlringe werden mit dem MEMV-Verfahren vibrationsbehandelt.
Bild 18 H: Zwölf tieflochgebohrte Rohre werden gemeinsam aufgespannt und mit MEMV entspannt. Ohne diese Behandlung würden sie sich beim Fertigdrehen verziehen.
Bild 18 I: Zwei mehrere Meter lange Rohre werden mit WIAP MEMV entspannt. Die Rohre sind fest miteinander verspannt, sodass die Anregung optimal übertragen wird.
Bild 18 J: Ein Rohr, das später in Ringe gesägt wird, aus denen präzise Drehteile entstehen, wird mit MEMV entspannt – anstelle eines spannungsarmen Glühens. So wird ein Verzug der Drehteile beim Bearbeiten vermieden.
Bild 18 K: Flammgerichtete, lange Stangen werden gemeinsam zusammen gespannt, der Anreger montiert, und die Entspannung erfolgt mit dem WIAP MEMV Vielrichtungsverfahren über den Drehautomat.
Bild 18 L: Abriebbeständiger Stahl. wird mit WIAP MEMV vibrationsentspannt. Für einen Kunden aus Deutschland wurden erfolgreiche Testläufe durchgeführt. AREX AR 400 ist ein hochfester, verschleissfester Stahl mit vorteilhafter Kombination aus Härte und Kerbschlagzähigkeit.
Vor der Anwendung des WIAP MEMV-Verfahrens kam es bei der Bearbeitung regelmässig zu Verzug. Nach dem Vibrationsentspannungsprozess zeigte sich im anschliessenden Bearbeitungstest kein Verzug mehr – ein klarer Vorteil für den Fertigungsprozess.
Nach dem erfolgreichen Test kaufte der Kunde eine WIAP MEMV-Anlage. Material: AREX AR 400
Bild 18 M: Tieflochgebohrte Bauteile neigen dazu, sich beim Bohren zu verziehen. Anschliessend werden sie gerichtet und fertig bearbeitet. Doch auch nach der Endbearbeitung treten oft erneut Verzugsprobleme auf. Wenn diese Bauteile jedoch mit dem WIAP MEMVVerfahren entspannnt werden, reduziert sich der Verzug deutlich – bereits vor der Feinbearbeitung. Das Verfahren zeigt insbesondere bei Materialien wie Titan UT OT Grande 7, 1.4404, 1.4548, 1.4542 und 1.4439 eindrucksvoll seine Wirkung. Diese Ergebnisse sind nicht Theorie, sondern gelebte Realität.
Bild 18 N: Flammgerichtete, lange RHS-Rohre werden für Automationsanlagen benötigt. Ohne MEMV-Entspannung kommt es beim Weiterbearbeiten zu Verzug. Durch die MEMV-Behandlung bleibt die Masshaltigkeit bei der Bearbeitung erhalten.
Bild 18 O: Ein grosses Werkstück einer Presse wird nach dem WIAP MEMV Vielrichtungsverfahren vibrationsentspannt.
Bild 18 P: Brückenteile werden mit dem MEMV Verfahren entspannt. In diesem Test wurde geprüft, ob das WIAP MEMV-System auch Einfluss auf den Magnetismus nehmen kann.
Bild 18 Q: Mehrere Schweissgestelle werden nach dem Schweissen und vor der mechanischen Bearbeitung mit dem WIAP MEMV Verfahren vibrationsentspannt. Dabei entfällt auch das Sandstrahlen nach dem Glühen, da das MEMV-Verfahren keinen Zunder verursacht.
Bild 18 R: Schwerplatten in einem Stahlwerk werden mit dem WIAP® MEMV®-Verfahren entspannt. Der Kunde spart dadurch wöchentlich 130.000 Euro an Stromkosten im Vergleich zum herkömmlichen Spannungsarmglühen.
Bild 18 S: Rundgewalzte Rohre werden vor der mechanischen Bearbeitung mit dem Vibrationsentspannungssystem WIAP MEMV behandelt. Anschliessend werden daraus mehrere Segmente ausgeschnitten. Dank des WIAP MEMV-Verfahrens tritt dabei kein Verzug auf.
Bild 18 T: Rundgewalzte Rohre werden auf geeigneten Gummielementen gelagert, um die Schwingungsenergie des MEMV-Verfahrens von der Hallenstruktur zu entkoppeln.
Bild 18 U: Jim Widmer entspannt diese geschmiedeten Schwerwalzen mit dem WIAP MEMV Verfahren – Spannungsarmglühen ist seit Jahren nicht mehr erforderlich.
Bild 18 V: Das Befestigen des Anregers an diesen grossen rotationssymmetrischen Bauteilen erfordert eine präzise Aufspannvorrichtung. Durch das WIAP MEMV-Vibrationsverfahren konnte der Kunde seine Kosten um das 17- Fache senken – und das bereits seit mehreren Jahren.
Bild 18 W: Blechplatten neigen beim Laserschneiden häufig zum Verzug. Eine 35-minütige Vibrationsentspannung mit dem WIAP MEMV-Vielrichtungssystem behebt dieses Problem. Auch mehrere Platten können gemeinsam entspannt werden – vorausgesetzt, sie sind fest miteinander verspannt.
19. Schlusswort WN 1235
WIAP beschäftigt sich seit Jahrzehnten intensiv mit dem Vibrationsentspannen. Immer wieder zeigte sich, dass in diesem Themenfeld laufend neue Möglichkeiten und Ansätze entdeckt werden. Es liegt auf der Hand, dass das Thema „Metall entspannen mit Vibration“ weiterhin Forschung und Entwicklung erfordert, um Endkunden eine prozesssichere und reproduzierbare Lösung anbieten zu können. Dank moderner Elektronik und intelligenter Software wird der Prozess jedoch zunehmend komfortabler, einfacher und deutlich schneller realisierbar.