GründungLehrwerkstatt SchweizUkraineVietnamAngola← KFKOK
Den Verein KFKOK haben die drei Kinder der Familie Widmer gegründet: Caroline, Jimmy und Sven. Auslöser war ein Zeitungsbericht über Hinrichtungen in Texas. Der damals 12-jährige Sven war so erschüttert, dass er dem US-Präsidenten sofort einen Protestbrief schrieb.
Danach schrieben die drei Geschwister jeden Sonntag Dutzende Briefe – an Politiker, Hilfsorganisationen und Jugendorganisationen in aller Welt. Sie luden Jugendliche aus Israel ein, und im Betrieb der Eltern konnten zwei junge Männer aus dem Kosovo und aus Serbien eine Lehre als Mechaniker machen. Ihr Ziel: zeigen, dass Kinder keinen Krieg wollen. Schon nach einem Jahr hatte der Verein 50 Mitglieder, mit einem Mitgliederbeitrag von einem Franken und freiwilligen Spenden für Hilfsgüter und Ausbildungsplätze. Die Zeitung Blick hat damals darüber berichtet.
Ab 2006 hat der Verein KFKOK in Safenwil Lehrlinge ausgebildet. Vorher bildete die Drehmaschinen Widmer GmbH aus – dort haben auch Caroline und Jim Widmer ihre Lehre gemacht. Beim Verein KFKOK absolvierte der jüngste Sohn Sven die Lehre; er ist heute CEO der WIAP AG.
Neben den eigenen Kindern nahm der Verein vor allem Jugendliche auf, die ihre Lehrstelle verloren oder keine gefunden hatten – zum Beispiel von der Stollenwerkstatt und vom Wendepunkt. Einmal bat uns der Kanton, einen Lehrling im letzten Lehrjahr zu übernehmen und mit ihm die Lehre als Elektropraktiker abzuschliessen. Dafür bekamen wir die Bewilligung, obwohl wir diesen Beruf sonst nicht ausbildeten. Alle Lehrlinge haben die Lehre mit Bravour abgeschlossen.
Die ganze Familie war beteiligt: Iris Widmer erhielt die Bewilligung für kaufmännische Lehrstellen, und Daniel Widmer, der Bruder von Hans-Peter, investierte viele Stunden in die Schulung der Jungen. Die Lehrlinge halfen auch bei den Hilfsprojekten für die Ukraine mit. Bezahlte Einsätze von Caroline und Hans-Peter Widmer in Angola halfen, das Ausbildungsprogramm zu finanzieren.
2010, als alle Lehrlinge fertig waren, packte die Familie Widmer zusammen und ging nach Vietnam.
Der Verein KFKOK hat seit Jahrzehnten eine enge Beziehung zur Ukraine und unterstützt dort auch das Gesundheitswesen. 2006 haben wir knapp 40 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine geliefert. Die Fahrt mit den Lastwagen dauerte drei Tage. Wir besuchten Perechyn und eine psychiatrische Klinik, der wir etwa zwei Jahre später einen ganzen Lastwagen voll Hilfsgüter brachten. Beim Verteilen haben wir auch Familien der Roma etwa zwei Kubikmeter Kleider gegeben.
Unser Sohn Jim hat die Reise gefilmt (ca. 30 Minuten): Film auf YouTube. Ein grosser Dank geht an René Badertscher, der viel organisiert und mitgeholfen hat.

Im September 2010 besuchten wir Spitäler, ein Kinderheim und Hersteller von Medikamenten in Vietnam. Daraus entstand das Ausbildungsprojekt Vietnam von WIAP International.
In Angola haben wir mehrere Kliniken besucht, unter anderem in Cabinda, Malembo und Luzingo. Parallel lief die Ausbildung von WIAP International in Angola.



